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Mendoza

Die argentinische Provinz Mendoza ist für Trekking-Touristen eine richtige Herausforderung, denn die Mischung aus Trockensteppe (Monte) und den Hochgebirgen der Anden erfordert höchste körperliche Anstrengungen und Nervenstärke.Die Provinz Mendoza liegt an der westlichen Grenze Argentiniens und ist vor allem für seinen Wein bekannt. Kilometer lang ziehen sich die Anbaugebiete durch das Land und bedecken einen großen Teil der Berghänge, zwischendurch werden sie nur von kleinen Feldern mit Gemüse oder Getreide sowie idyllischen Dörfern unterbrochen. In den Oasen bilden sie den grünen Widerpart zur weiten Steppenlandschaft, die mit ihrer kargen Natur, den braunen Berghängen und ihrem trockenen Klima vorherrschend ist in der Region Mendoza. Das Abendteuer Trockensteppe beginnt für die Trekker schon bei den extremen Temperaturunterschieden, die warmen und sonnigen Tage stehen oftmals die kalten und windigen Nächte gegenüber, wo es zu regelrechten Temperaturstürzen kommen kann. Kaum ist die Sonne am Horizont verschwunden, beginnt auch während der Sommermonate das Frieren. Die Vorbereitung mit Hilfe der richtigen Ausrüstung ist hierfür zwingend lebensnotwendig.

Der Weinanbau ist nicht nur einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren von Mendoza, er hat sogar eine führende kulturelle Bedeutung eingenommen. Das Vendimia Fest, welches immer Anfang März veranstaltet wird, ist schließlich der Höhepunkt der Weinernte und läutet deren Ende ein. Aus allen Bezirken der Region Mendoza werden Schönheitsköniginnen entsandt, wovon eine durch eine 50köpfige Jury zur Königin des Vendimia Fest bestimmt wird. Mit dem Erringen des Titels steigt das Ansehen der Gewinnerin fast ins Unermessliche.

Die Hauptstadt der Provinz Mendoza ist Mendoza-Stadt. Sie liegt am Fuße der Anden in knapp 700 Metern Höhe und zählt mit den Vororten rund eine Million Einwohner. Der Ort wurde 1561 von Pedro de Castillo gegründet und war lange eine unbedeutende Kleinstadt im Westen Argentiniens. Namensgeber der Stadt war García Hurtado de Mendoza, einstiger Gouverneur von Chile und Vizekönig von Peru (1535-1607). Neben dem bereits erwähnten Weinanbau zählen die Verarbeitung von Erdöl und der Handel mit Chile zu den wirtschaftlich treibenden Kräften im Ort. Drei wichtige Museen in und um Mendoza sollte der Besucher auf jeden Fall gesehen haben, das Museo Cornelio Moyano (naturhistorisches Museum), Museo del Àrea Fundacional (historisches Museum) und das Museo Nacional de Vino (Weinmuseum). Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen der Platz der Unabhängigkeit, das Aquarium, das Schlangenterrarium, die Kirchen und der Sankt-Martin-Platz.

Beim Verlassen der Stadt Mendoza beginnt das Abenteuer Anden. Die Anden sind eines der beeindruckendsten Naturphänomene dieser Erde mit ihren einzigartigen und vielfältigen Landschaftsformen. Kahlen und schroffen Berghängen stehen andernorts blühende und grüne Gebirgsformen gegenüber. Die argentinischen Anden erreichen durchaus Höhen über 6.000 Meter, wie es der Aconcagua mit seinen 6.962 Metern und die beiden höchsten Vulkane der Erde, der Ojos del Salado mit 6.880 Metern und der Monte Pissis mit 6.795 Metern, eindrucksvoll belegen. Auf engen Gebirgspfaden und steilen Wegen bewegt man sich als Reisender. Der Lohn sind atemberaubende Aussichten, Höhen, in denen man die Wolken berühren kann, und eine abwechslungsreiche Landschaft. Die hilfsbereiten Bewohner der argentinischen Andenregion bieten geführte Touren an, auf den man die Schönheiten des Hochgebirges in seiner vollen Vielfalt kennenlernen kann. Zudem wird man auf diesen Touren von Maultieren begleitet, deren Geduld und Ausdauer unendlich erscheint. Unvergesslich bleiben die von der Natur geschaffenen Steinformationen, die Wind und Wasser im Laufe der Jahrhunderte geschaffen haben.

Sicherlich ist man am Ende der Reise wieder froh über ein Bett oder eine Dusche, aber zurück bleiben unvergessliche Impressionen.