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Wandern und Inselhopping auf den Fidschi Insel

Wandern im subtropischen und tropischen Klima kann trotz der angenehmen klimatischen Umstände eine Herausforderung sein, insbesondere wenn man die Fidschi-Inseln auf eigene Faust entdecken möchte. Der Archipel im Südwestpazifik besteht aus über 300 Inseln, von denen die wenigsten bewohnt sind.

Die Rundreise über die Inseln des Fidschi-Archipels erfordert eine intensive Vorbereitung. Die Ausrüstung, das Boot und auch die eigene Kleidung muss sorgsam ausgewählt werden, um sich nicht unnötig zu belasten und trotzdem den kommenden Herausforderungen gewachsen zu sein. Die Anreise erfolgt auf die Hauptinsel Viti Levu. Zusammen mit Vanua Levu macht sie fast ein Zehntel der Gesamtfläche der Fidschi-Inseln aus. Neben der Größe und Bewohnbarkeit sind vor allem die Gebirge eine Herausforderung für Trekking-Touristen. Berge wie der Tomanivi auf Viti Levu erreichen Höhen von über 1.300 Metern. Da rund zwei Drittel der beiden Hauptinseln dicht bewaldet sind wird der Weg hinauf in das Gebirge äußerst mühsam, ist aber lohnenswert. Neben den ganz unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen auf dem Weg dorthin, überrascht vor allem die vielfältige Flora und Fauna. Unmittelbar nach den häufigen Regenfällen erblühen die Wälder in schillerndsten Farben – fast paradiesisch anmutend.

Möchte man die Fauna in ihrer wahren Vielfalt erleben, muss man sich auf die Insel Taveuni begeben. Im dortigen Volksmund wird sie nur die Garteninsel genannt, weil sie zum größten Teil von Regenwald bedeckt ist. Nicht umsonst diente die malerische Kulisse für mehrere Filme als Hintergrund. Besonders beim Film „Rückkehr zur Blauen Lagune“ wird die Schönheit der Insel hervorragend ins Bild gesetzt. Die Insel an sich ist 42 Kilometer lang und 15 Kilometer breit, auf ihr ist der Vulkan Uluiqalau zu Hause. Allerdings gibt es einen Aspekt, an dem man sich zunächst gewöhnen muss – die Regenausrüstung wird zum täglichen Gebrauchsgegenstand. Die Region der Fidschi-Inseln gehört zu den regenreichster dieser Erde, Niederschlagsmengen von 10.000 mm jährlich sind keine Seltenheit. Im Vergleich dazu – in Berlin fallen jährlich 550 mm – und dies erscheint schon zu viel.

Hat man sich mit dieser Tatsache abgefunden, erwarten den Besucher unvergessliche Eindrücke. Der Charme und die einzigartige Individualität der Bewohner begegnet man vielerorts, nicht umsonst gelten die Bewohner der Fidschi-Inseln als die freundlichsten der Welt. Dabei gestaltet sich ihr Leben und Auftreten derart facettenreich, dass man Jahre damit zubringen müsste, die einzelnen Kulturen und Bräuche kennenzulernen, ohne dass die Bevölkerungsgruppen dabei rückständig wirken würden – sie genießen die Einfachheit ihres Lebens – kein Wunder in dieser paradiesischen Umgebung.

Wenn sich die Möglichkeit ergeben sollte, die Reise dank eines Bootes selbst gestalten zu können, sollte man gerade auch die unbewohnten Inseln besuchen, weil sich hier noch unberührte Flecken und eine abwechslungsreiche Tierwelt findet, die unglaublich farbenfroh ist. Da die kleinen Inseln oftmals nur wenige Kilometer auseinander liegen, ist problemloses Inselhopping möglich, wobei jede Insel mit einer Besonderheit aufwarten kann. Die endlos langen Sandstrände, die Korallenriffe in Inselnähe, unendliche Wälder und zahlreich bunte Tierarten. Für diese Reise auf den Fidschi-Inseln muss genügend Zeit mitgebracht werden, um Land und Leute wirklich kennenlernen zu können.