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China by Bike

Radwandern ist eine beliebte Freizeitaktivität für Menschen jeden Alters. Ob rund um den Bodensee, entlang der Loire oder über die Alpen finden sich in und um Deutschland Routen für jeden Geschmack. Doch warum sich auf Europa beschränken, wenn auch der Rest der Welt viel zu bieten hat.

Eine mehrwöchige Fahrradtour könnte zum Beispiel durch China führen, vorbei an buddhistischen Klöstern, der chinesischen Mauer und weiten Graslandschaften, und neben sportlicher Aktivität und atemberaubender Landschaft einen Einblick in das Leben weitab von Chinas Großstädten bescheren.

Wer die Landessprache nicht beherrscht oder sich den Aufwand der Organisation ersparen möchte, kann verschiedene Gegenden Chinas auf geführten Radtouren in kleinen Gruppen befahren und so auf die Erfahrungen anderer zurückgreifen. „Welche Distanzen und Höhen traue ich mir zu? Welche Sehenswürdigkeiten darf man nicht verpassen? Wie bereite ich mich am besten vor?“, sind Fragen, die man sich vor der Reise stellen sollte und von denen man anhängig machen sollte, ob man beispielsweise durch den Nordosten Chinas um Peking fährt oder sich an die luftigen Höhen des tibetischen Hochlandes wagt.

Peking und die Chinesische Mauer

Eine Fahrradtour zwischen Peking und dem Gelben Meer kann ganz im Zeichen chinesischer Geschichte und Kultur stehen. Neben den zahlreichen architektonischen Meisterwerken in der chinesischen Hauptstadt, wie dem Tiananmen-Platz, der Verbotenen Stadt, dem Himmelstempel und dem Sommerpalast, liegen weitere Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Umgebung. Unbedingt sollte eine Radwanderung vorbei an den Gräbern der Kaiser der Ming-Dynastie und über die Chinesische Mauer führen, die je nach Abschnitt touristisch mehr oder weniger gut erschlossen ist. Atemberaubend ist die Landschaft um den Miyun-Stausee und entlang des Flusses Bai, die diese Fahrradtour zu einem einzigartigen und erholsamen Erlebnis macht.

Das Dach der Welt

Anspruchsvoller ist eine Radtour durch das tibetische Hochland, denn bei einer durchschnittlichen Höhe von weit über 4000m muss man nicht nur mit den Steigungen, sondern auch mit der Höhe kämpfen. Monatelanges Training und einige Tage Akklimatisierung in Lhasa sind ein Muss. Doch wer diese Herausforderung schließlich meistert wird mit atemberaubenden Anblicken belohnt, wie die Aussicht vom Pang-La-Pass auf die Achttausender Mount Everest, Lohtse, Cho Oyu und Makalu und auf die umliegenden Siebentausender. Auch kleinen traditionellen Dörfern, buddhistischen Klöstern und vereinzelten Yaks, die mit ihrem dicken Fell Wind und Kälte trotzen, wird man auf der Reise begegnen und ihr Bild in der Erinnerung mit sich tragen, während man bergab über den immer grüner werdenden Friendship Highway Nepal entgegen radelt.