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Weihnachten in Spanien

Weihnachten in Spanien? Manche reiben sich bei dieser Vorstellung sicherlich verwundert die Augen. Abe auch auf der iberischen Halbinsel gibt es eine weihnachtliche Tradition, wenn auch ohne Weihnachtsmann, Santa Claus, Väterchen Frost und meisten ohne Schnee.Die Adventszeit mit einem Adventskalender und festlichen Weihnachtsmärkten ist in Spanien weitestgehend unbekannt. Auch auf geschmückte Tannenbäume muss man in der Weihnachtszeit verzichten, auch wenn diese gerade in der jüngeren Vergangenheit mehr an Bedeutung gewonnen haben. Statt der Bäume spielen Krippen und Figuren der Christi Geburt eine zentrale Rolle. Sie sind auf öffentlichen Plätzen, in Gebäuden und vor Gotteshäusern zu bewundern. Festlich geschmückt und im Glanz von tausenden von Lichter erstrahlen die Kirchen, Straßen und Schaufenster in Spanien.

Am 8. Dezember wird landesweit das erste Mal weihnachtlicher Spirit verbreitet. Nach einer Tradition aus dem 15. Jahrhundert tragen Chorknaben in der Kathedrale von Sevilla Gesang und Tanz vor. Dieses Ereignis wird im Fernsehen übertragen und von Millionen live verfolgt.

Ebenfalls ein Fernsehereignis zieht ganz Spanien vor die Fernsehbildschirme –„ Sorteo extraordinario de Navidad“ (Weihnachtslotterie). Aufgrund der Höhe der ausgespielten Summe ist sie die größte Lotterie der Welt und jeder Spanier hofft auf einen Anteil. Die Übertragung der Lotterie dauert meist mehrere Stunden, weil neben dem Hauptpreis auch zahlreiche attraktive kleinere Preise verlost werden. Seit dem Jahr 1812 gehört die Weihnachtslotterie zur festen Tradition der Spanier.

Am Heilig-Abend, der Heiligen Nacht, werden nicht wie in Deutschland Geschenke verteilt. Die Familie versammelt sich Weihnachten zu einem traditionellen Essen, dessen wesentliche Bestandteile Mandeln, Zucker, Honig und Eier sind. Nach dem Essen kommt die „Urne des Schicksals“ zum Einsatz. Die ist mit kleinen Präsenten und Nieten gefüllt, ein Jeder darf solange ziehen, bis er ein kleines Geschenk ans Licht befördert hat. Um Mitternacht treffen sich die Menschen zur „Misa del Gallo“ – der Mitternachtsmesse oder „Messe des Hahns“- der Hahn soll die Geburt Jesu als erstes verkündet haben. Hier werden dann weihnachtliche Lieder gesungen und kleine Feuer entzündet.

Am 28. Dezember müssen sich die Menschen in Spanien in Acht nehmen, denn vergleichbar mit dem hiesigen 1. April wird am „Dia de los Inocentes“ (Tag der unschuldigen Kinder)den Leuten gern ein Streich gespielt. Vom 30. Dezember bis 1. Januar lassen die Spanier dann mit der „Fiesta de la Coretta“, der Jahreswende, das alte Jahr ausklingen.
Die eigentliche Bescherung der Kinder beginnt mit Feierlichkeiten am Vorabend des 6. Januars. Sehnsüchtig erwarten die Kleinen den Einzug der Waisen aus dem Morgenland, die bei ihrer Ankunft Süßigkeiten verteilen. Am Abend werden dann Schuhe sowie Wasser und Stroh für die Kamele vor die Tür gestellt. Am nächsten Morgen erwartet die Kinder dann meist ein Berg von Geschenken. Das Familienessen am Abend beschließt dann die weihnachtlichen Feierlichkeiten in Spanien.

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