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Paarwanderung

Mit einem Lächeln habe ich vor kurzem die Focus-Kolumne von Frank Gebert gelesen. Er schildert hier seine Faszination vom Wandern unter verschiedenen Gesichtspunkten. Eines seiner Themen lautete „Ehepaare in den Bergen“. Auf herrliche Art und Weise schildert er seine Reisen in Begleitung seiner Frau mit all den ungeheuerlichen Geschehnissen.Wie so oft, wenn „Mann“ in Begleitung seiner Frau verreist, endet dies in einer Katastrophe. Mann kann in einem Urlaub überhaupt nichts richtig machen. Ähnlich wie Gebert es schildert, kommt es immer wieder zu Streit, weil der Mann mit riesengroßen Schritten voraneilt. Wartet er, fühlt sich die Frau gedemütigt, läuft er hinter der Frau, fühlt sie sich bedrängt.

Ähnlich verhält es sich bei der Nahrungsaufnahme. Der Mann ist gerne viel und schnell. Frauen möchten ihr Essen genießen – in 2.000 Metern Höhe? Beim Rasten ist diese Ungleichheit der Geschwindigkeit wiederum zu beobachten. Alle halbe Stunde möchte sich Frau gern einmal kurz zur Ruhe setzen – auch wenn es keine Gelegenheit dazu gibt oder die Notwendigkeit nicht gegeben ist. Im Laufe einer Wanderreise werden die Etappen logischerweise immer kürzer, weil Mann einsieht, dass sich die ehrgeizigen Ziele nicht verwirklichen lassen.

Am meisten schmunzeln musste ich an jener Stelle, an welcher er einen „riskanten“ Abstieg beschreibt. Die Frau, welche nicht schwindelfrei ist, hat das Gefühl, ihr Ehemann möchte sie umbringen. Sofort wird er mit der Unterstellung einer Affäre und angeblichen Mordplänen an seiner Angetrauten konfrontiert – allein diese Denkprozesse sind für einen Mann nur schwer nachvollziehbar.

Was soll „Mann“ nur machen? – Schmunzeln und sich für die gemeinsame Zeit bedanken!

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