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Höhlenklettern – Sport mit Forschergeist

Noch vor nicht allzu langer Zeit war das Klettern durch unerschlossene Höhlen Forschern und Wissenschaftlern vorbehalten. Inzwischen finden auch Klettersportler neue Herausforderungen und Reize in der bizarren Unterwelt der Höhlen. Und entdecken dabei selbst einige verborgene Schätze.


Ob beeindruckende Tropfsteingebilde oder Jahrtausende alte Farnenabdrücke im Gestein – die geheimnisvolle Welt der Höhlen bietet eine sehenswerte Abwechslung zur klassischen Kulisse des Klettersports. Mit dem Reiz steigt jedoch auch die Herausforderung. Das Klettern an dem zum Teil glatten, feuchten Gestein gestaltet sich weitaus schwieriger als auf normalem Grund. Und auch die Orientierung fällt in der Höhle schwerer. Daher ist es unbedingt empfehlenswert, bei einer Tour durch unbekannte Höhlen einen Führer dabei zu haben. Insbesondere bei Wasserhöhlen ist dies sehr wichtig, da die Gefahr von Überschwemmungen besteht.

Auch die Art und Weise des Höhlenkletterns unterscheidet sich von der klassischen Form. Teilstrecken müssen häufig gebückt überwunden werden, zum Teil auch schwimmend. Zudem gilt es, tiefe Schächte hinauf beziehungsweise hinunter zu klettern. Dazu sind stabile Seile und Klemmen nötig. Die richtige Ausrüstung umfasst darüber hinaus einen Schutzhelm, ein Funkgerät sowie natürlich eine Taschenlampe. Mit der kann der Kletterer dann auch seine außergewöhnliche Umgebung richtig wahrnehmen und genießen.

Für eine spannende Höhlentour muss keine weite Reise auf sich genommen werden. Im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz beispielsweise finden sich bis zu 150 Höhlen, die zu jeder Jahreszeit Abwechslung bieten. Wer es etwas größer mag, kann sich in der Hang Son Doong Höhle in Vietnam versuchen, der größten bisher entdeckten Höhle der Welt.