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Moss – Faszination Oslofjord

Moss ist mit seinen rund 28.000 Einwohnern keine typische Touristenmetropole in Norwegen, obwohl es eigentliche alle Voraussetzungen dafür besitzt. Direkt am nördlichen Ende des Oslofjords gelegen, ist es nur ein Katzensprung bis zur Hauptstadt Oslo. Die wunderschöne Umgebung und die guten Verkehrsanbindungen sollten eigentlich den Rest an Überzeugungsarbeit leisten.

Doch Touristen müssen Moss noch für sich entdecken. Der schöne Sandstrand am Ufer des Fjords lädt auf jeden Fall zum längeren Verweilen ein und außerdem kann man in der Stadt noch einiges entdecken.

Die Jeløy Kirke ist ein Bau aus dem Jahr 1975. Die wunderschönen Glasmalereien wurden von Victor Sparre angefertigt, einem norwegischen Maler, der 1919 geboren wurde und sich im Land großer Beliebtheit erfreut.

Die Moss Bruggeri, deren Hauptgebäude aus dem Jahr 1811 stammt ist eine kleine Besonderheit in der Stadt. In dem Gebäude wurde ein kleines, aber sehr anschauliches Brauereimuseum eingerichtet. Verschiedene Wechselausstellungen hält die Moss Kunstgalleri für ihre Gäste parat. Mehrmals im Jahr werden die unterschiedlichsten Themen in der Galerie vorgestellt. Der Mossefossen ist ein kleiner Wasserfall, an dem man eine kleine Wassermühle gebaut hat. Dieser romantisch anmutende Ort lädt hier zum Verweilen ein.

Aber auch Sportbegeisterte kommen in Moss nicht zu kurz. Ein Golfplatz ist nicht nur für Einheimische ein neues Ziel geworden. Wer schon immer mal seinen Schlag verbessern wollte, ist hier an der richtigen Adresse. Der Fußballclub der Stadt ist in der 1. Division zu Hause. Er feiert gerade sein 100jähriges Bestehen. Im Stadion des Klubs können knapp 10.000 Fans ihre Mannschaft anfeuern.

Das eigentliche Highlight des Ortes ist aber der Konventionsgården. Hier wurde norwegische Geschichte geschrieben. Ausgehend vom Kieler Frieden vom 14. Januar 1814 wurde Norwegen an das Königreich Schweden abgetreten. Zuvor stand das Land 400 Jahre unter der Regentschaft von Dänemark. Da ein Großteil der norwegischen Bevölkerung gegen eine Union mit Schweden ist, trifft sich Prinz Christian Frederik mit den führenden Männern des Landes am 16. Februar in Eidsvoll. Er möchte in Norwegen eine eigenständige Monarchie etablieren und stimmt der Einführung einer Reichsversammlung zu. Am 17. Mai wird das Grundgesetz von den führenden Kräften unterschrieben und Prinz Frederik zum König von Norwegen ausgerufen.

Daraufhin kommt es in der Zeit zwischen dem 28. Juli und dem 14. August des Jahres 1814 zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Norwegen und Schweden. Am 14. August unterschreiben beide Seiten in Moss nach einem viertägigen Verhandlungsmarathon die Mosser Konvention. Die schwedische Regierung erkennt das norwegische Grundgesetz vom 17. Mai an. Im Gegenzug soll eine Parlamentssitzung über eine Union mit Schweden verhandeln. Knapp zwei Monate später dankt Christian Frederik als König von Norwegen ab.

Wie man also sehen kann nach diesem Exkurs in die Geschichte, sind hier ein Teil der norwegischen Wurzeln verankert. Somit ist Moss und seine Umgebung immer eine Reise wert.

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