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Leichter Packen: Tipps zum idealen ‚ultraleichten‘ Leichtgepäck

Wer Trekken geht, der will möglichst leicht und komfortabel unterwegs sein und sollte daher viel Planung in seine Packliste investieren. Wie man leicht packt, erfährt man hier.
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Es ist mittlerweile schon ein eigener Trend geworden, wo früher vor allem aus Praktikabilität leicht gepackt wurde, geht es heute oft auch um den Wettbewerb: Wer bringt am wenigsten mit und kann trotzdem entspannt trekken?

Aber da das Ultraleicht Packen auch arg auf die Brieftasche gehen kann, wollen wir uns heute mal eher mit den praktischen Tricks auseinander setzen, die auch Anfänger und Gelegenheitsbackpacker anwenden können, um ihr Gepäck etwas zu erleichtern.

Ultraleicht Packen: Was muss man beachten?

Ultraleichtes Packen, das umfasst meistens ein Packgewicht von max. 10 Kilo, da soll es auch schon Abenteurer gegeben haben, die mit ca. 4 Kilo unterwegs waren und wirklich jedes Gramm gezählt haben. Aber, auch erfahrene Trekker werden bestätigen, dass man ab 10 Kilo schon angenehm dabei ist und eben nicht auf dem Weg zum Campingplatz leiden muss.

1. Überflüssiges Gepäck muss raus

Es ist schon ein Zugeständnis zum gewohnten Luxus, aber viele Dinge, die letzten Endes Gewicht addieren, müssen gar nicht mitgenommen werden. Campingstühle, Kaffeemaschinen, Radios, Bücher (!) und andere Luxusartikel können beim leichten Packen getrost zu hause gelassen werden. Dabei sollte man sich natürlich auch nicht vom Ultraleicht Gedanken versklaven lassen, wer ein Buch mitnehmen möchte oder nicht auf das Radio verzichten kann, sollte sich nicht selbst unglücklich machen.

Besonders bei vielen Dingen, die man für wichtig hält, findet man bei genauerer Inspektion immer wieder Dinge, die man eigentlich nicht auf einer Wanderung braucht. Shampoo und Duschbad in 300ml Flaschen? Warum nicht die Kombi (die auch nicht zu teuer ist) in kleineren Fläschchen? Hautcremes und Co sollte man sowieso zuhause lassen, wobei Sonnen- und Mückencreme je nach Region angebracht wären (auch da gibt es Kombis).

Bürste, Ersatzschuhe – alles, was nur „für den Fall der Fälle“ mitgenommen wird, kann meistens auch weg gelassen werden. Wer sich nicht sicher ist, macht sich einfach eine Liste und streicht heraus. Eitelkeiten sollten sowieso zu hause gelassen werden, niemand geht Backpacken, um gut auszusehen.

2. Multifunktionale Kleidung: Das Material macht’s

Da man nie genau weiß, wie das Wetter wird, packt man meistens alles an Kleidung ein, was eventuell angebracht wäre. Dabei kann man jedoch in Hinblick auf Material viel Gewicht sparen. Normalerweise muss man nicht unbedingt die teuren Gadgets kaufen, aber bei Kleidung lohnt sich gutes Material, etwa wind- und wasserdichte Stoffe, die dennoch nicht zum Schwitzen bringen.

So kann eine gute Jacke den dicken Wollpullover ersetzen.

Ein Poncho wird von allen Backpackern empfohlen, nicht zu dick, damit man drunter dick auftragen kann, dafür unbedingt wasserdicht, so spart man sich Isolierung für den Rucksack. Ein Poncho kann bei milden Wetter auch als Hilfsschlafsack, Unterlage und mehr genutzt werden.

Bei Schuhen ist man vielleicht geneigt, leichte Wanderschuhe mitzunehmen, aber die Füße und Knöchel werden es einem danken, wenn man sie stabil kleidet.

Gut sehen sie nicht aus, aber Cargohosen, die man mit Reißverschluss zu Shorts machen kann, sind perfekt für den Wanderfreund.

Der Zwiebellook ist IN, auch beim Wandern. Täglich wechseln muss man laut vieler Ultraleicht Profis die Kleidung nicht, wem das nichts ausmacht, der spart einiges Gewicht in Mehrnutzung, bei der Unterwäsche darf man sich aber auch gerne gegen die Ultraleicht Trends stemmen und genug mitnehmen (man kann sie ja auch zwischendurch an einer Raststätte waschen, wenn man will).

3. Kleine Packtipps

– Wasserreinigungstabletten können u.U. viel Gewicht an Trinkwasser sparen, da man Flüssen und Brunnen nicht trauen sollte

– Ein Taschenmesser reicht vollkommen, die dicken Campingsäbel können also unter der Ladentheke gelassen werden

– Gerade bei Kochmaterialien sollte man auf leichte Materialien achten, die bestenfalls auch mehrere Zwecke erfüllen. Wozu braucht man einen Teller, wenn man eine Schüssel hat, Als Besteck reicht meistens ein Löffel oder eine Gabel/Löffel Kombi.

– Logisch: Glasbehälter sollten zuhause bleibe

– Materialvergleich lohnt sich, bei Zelt, Isomatte und Schlafsack kann man oftmals erstaunliche Unterschiede fest stellen, der Nutzen sollte dabei aber nie außer Acht gelassen werden, leicht kann u.U. auch bedeuten, dass es nicht ganz so wetterfest ist.

4. Lebensmittel

Auf die Verpackung der Lebensmittel sollte man achten, denn die bringt meistens viel Gewicht mit sich. Trockene Nahrung, die man später in Wasser aufweichen kann, ist immer besser, als „Nassfutter“, sowieso sind Instant-Gerichte die Platz- und Gewichtssparende Lösung für den Trekker. Wer sich da auch gerne an Astronauten halten will, ist sicher auf der sicheren Seite, wobei man darauf achten sollte, dass man sich mit allen Nahrungsgruppen eindeckt, nicht, dass man noch Skorbut kriegt.

Fotoquelle: Thinkstock, 465162033, iStock, fatchoi

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