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Feuer machen: So wird das Lagerfeuer sicher angelegt

So ein Lagerfeuer ist nicht nur romantisch, sondern für einen echten Campingurlaub auch unerlässlich, aber damit man nicht sich und den ganzen Wald mit abfackelt, sollte man unbedingt folgende Hinweise beachten.

Bevor man sein Lagerfeuer startet, um dort Marshmallows, Stockbrot und Würstchen zu braten, während man Cowboylieder singt und sich die Hände wärmt, sollte man unbedingt sicher gehen, dass der Platz dafür frei gegeben ist. In Deutschland, aber auch international kann man dafür ordentlich zahlen, wenn man erwischt wird. Kein Wunder, Wald- und Wiesenbrände sind keine Kavaliersdelikte, weshalb selbst in erlaubten Lagerfeuer-Gebieten höchste Vorsicht geboten ist. Wie man es sicher anlegt, erfahrt ihr hier.

Aufbau des Lagerfeuers

  1. Um das Lagerfeuer herum sollte nichts wachsen, bestenfalls ist es ein sandiger Platz mit festem Untergrund. Der perfekte Feuerplatz ist etwas tiefer als seine Umgebung (das erleichtert auch später das Ausmachen). Um die Lagerfeuerstelle arrangiert man nun einen Kreis aus Steinen, so dass es unter Kontrolle bleibt und kein Gras oder Laub rundherum Feuer fängt. Auch Zeltschnüre und Zubehör sollte außerhalb der Reichweite liegen.
  2. Nun sollte man möglichst gleich große, trockene Äste und Holzscheite so stapeln, dass sie einen Zylinder bilden, in der Mitte sollte ein freier Raum sein. In diesen Raum sollten leicht brennbare Materialien, etwa Holzspäne, Zeitungspapier oder Stroh gelegt werden. Laub nur dann verwenden, wenn es trocken ist und wenn es nicht wegfliegen kann, da es so leicht ist und so schnell brennt, dass es dadurch zu einem gefährlichen Risiko werden kann.
  3. Alternativ kann man – wenn man dickere Scheite zur Verfügung hat – einen Stapel im Viereck bauen, so dass jeweils zwei Scheite parallel zueinander liegen. Zwar brennt dieses Lagerfeuer nicht so schnell, wie die andere Version, dafür brennt es länger. Man sollte jedoch nicht vergessen, die leicht brennbaren Materialien mit einigen dickeren Scheiten abzudecken, damit sie beim Anzünden nicht nach oben und eventuell in die Bäume oder Zelte fliegen.
  4. Nun zündet man die leicht brennbaren Späne, bzw. das Papier mit einem Streichholz an (bitte kein Benzin oder weitere Beschleuniger verwenden, da man nie einschätzen kann, wie das Feuer darauf reagieren wird.

Tipps und Hinweise

  • Damit das Feuer wirklich brennt, sollte der Platz nicht zu klein abgesteckt sein und der Holzstapel sollte auch nicht zu klein und kompakt aufgebaut sein. Außerdem sollte es genügend Lufträume geben, denn ohne Luftzufuhr wird das Feuer ganz schnell wieder ausgehen.
  • Für ein wenig mehr Funken sorgt etwas Puste. Dabei sollte man nicht wie wild auf das Feuer los pusten, sondern möglichst von unten, langsam und gleichmäßig pusten.
  • So sehr es auch Spaß macht, mit einem Stock im Feuer herum stochern bringt keine Verbesserung und kann sogar dafür sorgen, dass das Feuer schneller ausgeht. Wer das Feuer nicht am Anfang gut aufgebaut hat, der wird es im Nachhinein nicht mehr ändern können und sollte es aus Sicherheitsgründen auch nicht probieren.
  • Neben dem Feuer sollte immer ein Eimer mit Sand stehen, damit erstickt man das Feuer. Wasser sollte generell NICHT verwendet werden, da es teilweise zu sehr raucht und auch nicht so effektiv ist, wie Sand.

Bild: Thinkstock, 460211993, iStock, andreausK