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Chinas Sin City: Innerhalb der weltgrößten Spielhölle der Welt

Chinas Sin City ist Macau. Die Stadt hat sich zur weltgrößten Metropole für Glücksspiel entwickelt und ruht niemals. Doch statt großartiger Unterhaltung findet man in Macau seriöse Spieler, die keine Cocktails wie in Las Vegas trinken, sondern Tee schlürfen. Denn diese Gambler sind ernsthafte Spieler, die professionell Baccarat, Blackjack & Co zocken.

Von einer verschlafenen Stadt zur Glücksspielmetropole

Die ehemalige portugiesische Kolonie hat sich in die weltgrößte Spielhölle der Welt verwandelt. Trotzdem Macau kann nicht an die Erfolge des letzten Jahres anknüpfen. Zwar sind die grünen Spieltische immer noch rund um die Uhr besetzt, doch die Einnahmen sind nicht so berauschend, wie noch vor 12 Monaten. Denn im vergangenen Jahr hatten es die Croupiers von Macau geschafft, mehr Geld einzunehmen, als alle ihre Kollegen in Las Vegas und Atlantic City oder die gesamte online casino Industrie zusammen. Auch Stadtplaner haben den Boom sofort erkannt und das ehemalige pittoreske Städtchen in eine Glücksspielmetropole mit gigantischen Casinokomplexen verwandelt. Mittlerweile ist Macau der dicht besiedeltste Ort der Welt mit mehr als einer einen halben Million Menschen auf 11 Quadratmeilen. Natürlich lässt sich die Vergangenheit nicht komplett verdrängen und das ist auch gut so. Denn Touristen, die mit Glücksspiel wenig am Hut haben, werden von Macau begeistert sein. Das alte historische und verschlafene Stadtzentrum hat das Flair einer portugiesischen Kleinstadt. Die großen Casinos befinden sich eher am Stadtrand.

Millionen Glücksspieler aus China

Dort am Stadtrand ist der Wechsel von der Kolonie zur chinesischen Rückkehr am meisten spürbar. Denn eigentlich ist in China Glücksspiel verboten. Doch in Macau wurde eine Ausnahme gemacht. Investoren aus der ganzen Welt – selbst Casinobetreiber aus Las Vegas  – kamen in die Stadt und investierten Milliarden in Hotelanlagen und Casinokomplexe. Schnell zog die Stadt Millionen von chinesischen Glücksspielern an. Darunter vor allem High Roller und professionelle Zocker. In Zahlen ausgedrückt: zwei Drittel der Macau-Spieler sind Festland-Chinesen. Da viele Zocker zudem Staatsbeamte sind, die in Macau das Geld aus öffentlichen Kassen verprassen, hat die chinesische Regierung den Besuch in Macau eingeschränkt. Jeder Chinese darf nicht mehr als alle drei Monate in die Glücksspielmetropole reisen. Wer aber trotzdem zocken möchte, der kann in einer der hiesigen Internetcasinos sein Glück versuchen. Einen nennenswerten Vergleich seriöser online Spielbanken und Spiele kann man sich hier verschaffen. kann Weiterhin können nur Einwohner von Macau als Croupiers arbeiten. Alle anderen Arbeiten, vom Ausleeren der Aschenbecher, dem Bauen von neuen Casinogebäuden bis hin zum Einschenken von Tee, werden von rund 98.000 ausländischen Gastarbeitern übernommen. Diese stammen nicht nur aus China, sondern auch aus Indien und den Philippinen. Sie hoffen, in dieser boomenden Stadt genug zu verdienen, um ihre Familien zu Hause zu unterstützen.

Neue Reglements und Beschränkungen stoppen den Boom

Da Macaus Glücksspiel anfangs nicht wirklich kontrolliert wurde, wurde die Stadt schnell zum Paradies für Kriminelle, Korruption und Geldwäsche. Diese Machenschaften hat die chinesische Regierung nun mit neuen Reglements und Beschränkungen stark eingeschränkt. Das wirkt sich auch auf die Bauindustrie aus. Ein gigantisches Casino- und Shoppingbauprojekt der Sheraton-Gruppe ist zum Stillstand gekommen. Tausende Wanderarbeiter aus Südchina wurden über die Grenze zurückgeschickt. Auch in den anderen Hotels und Casinos ist der Rückgang des Booms spürbar. Beispiel: das Venetian Macao, eine Kopie des Venetian in Las Vegas. Der Komplex wurde 2007 eröffnet, verfügt über mehr als 3.000 Hotelsuiten und ist der größte Unterhaltungs- und Vergnügungspalast der Welt. Die Kosten für den Bau belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro. Doch die rückläufigen Einnahmen zwangen das Casino dazu, rund 500 Mitarbeiter zu entlassen. Das entspricht rund 2 Prozent der gesamten Belegschaft.

Aber kein Grund zur Sorge

Wirtschaftsexperten sehen aber keinen großen Grund zur Sorge. Dieser enorme Boom konnte ja nicht ewig so weiter gehen. Zudem hat Macau in der jüngsten Vergangenheit ein beispielloses Wachstum hingelegt und sogar Las Vegas übertroffen. Das Wachstum ging über die Erwartungen der meisten Menschen hinaus. Was jetzt passiert, ist eine natürliche Anpassung. Die Grundlagen sind jedenfalls noch immer noch solide. Und Glückspiel wird einfach nicht aussterben. Dafür ist es einfach zu spannend.

Bild: pixabay.com, ImageDragon, 1415532

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