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WWOOF – Das etwas andere Reiseabenteuer

Du willst die Welt entdecken, dich nützlich machen, Neues lernen und dafür möglichst wenig ausgeben müssen? „WWOOF“ heißt das Zauberwort, das interessante Reise- und Arbeitserfahrungen für das kleine Portemonnaie verspricht.

Die Abkürzung „WWOOF“ steht für „World Wide Opportunities on Organic Farms“, also Arbeitsmöglichkeiten auf Biobauernhöfen, und bezeichnet ein weltweites Netzwerk, in dem sich Biofarmer und freiwillige Helfer kennenlernen können. Das Prinzip ist einfach: Freiwillige arbeiten gegen Kost und Logis auf dem Hof mit. Weder bezahlen sie für ihren Aufenthalt, noch werden sie für ihre Arbeit bezahlt. Auf diese Weise kann man kostengünstig fremde Länder (oder auch sein eigenes) kennenlernen und gleichzeitig mehr über ökologische Landwirtschaft und einen nachhaltigen Lebensstil erfahren.

So funktioniert’s

Gegen einen geringen Jahresmitgliedsbeitrag (bei WWOOF-Deutschland 18€; in manchen Ländern ist die Mitgliedschaft frei) bekommen die Freiwilligen Zugang zu den Kontaktdaten der registrierten Ökohöfe in einem Land. Wichtig ist, zu beachten, dass es keine weltweite WWOOF-Mitgliedschaft gibt, sondern jedes Land seine eigene WWOOF-Organisation hat, bei der man sich als Freiwilliger anmelden muss. Deshalb: entscheidet euch, in welchem Land oder in welchen Ländern ihr wwoofen möchtet, bevor ihr die Mitgliedschaft beantragt!
Sobald man Mitglied ist, kann man sich auf der WWOOF-Homepage des jeweiligen Landes über die Farmen informieren. Los geht‘s mit der Reiseplanung! Die Organisation bleibt jedem selbst überlassen und als Freiwilliger muss man selbst die Initiative ergreifen und sich mit den Biohöfen in Verbindung setzen, die am interessantesten erscheinen. Per E-Mail oder Telefon macht man mit den Hofbesitzern Termine aus, klärt die Aufgaben und Arbeitszeiten und sonstige Fragen. Auch die Anreise organisiert man selbst und in Absprache mit den Höfen.

Die Vorteile von WWOOF

Der erste entscheidende Vorteil wurde schon genannt: WWOOF ist günstig und deshalb besonders geeignet für Studenten oder auch Schüler, die ihre Semesterferien oder ein paar Monate Auszeit an der frischen Luft und bei einer interessanten Tätigkeit verbringen möchten. Und wer nicht in die Ferne schweifen und stattdessen lieber in Deutschland oder seinen Nachbarländern wwoofen will, hat auch nicht mit hohen Anreisekosten zu rechnen. Doch auch ferne Länder bieten reizvolle Möglichkeiten für Wwoofer. Wie wäre es beispielsweise mit ein paar Wochen auf einer Schafsfarm oder einem Weinberg in Neuseeland? Oder beim Kaffeeanbau auf Hawaii? Oder doch lieber in Ghana? Oder Israel? Oder Costa Rica? WWOOF gibt es in einer Vielzahl von Ländern weltweit und da jeder Hof unterschiedlich ist, kann man als Wwoofer sehr vielseitige Erfahrungen machen. Um nicht unangenehm überrascht zu werden – manche Höfe halten nicht, was sie versprechen – tauscht euch im Vorfeld mit anderen Wwofern auf den Foren der jeweiligen WWOOF-Organisation über eure Erfahrungen aus.
Ein weiterer Vorteil von WWOOF: es ist spontan. In der Regel reicht es, wenn ihr 4 Wochen vor eurer Reise den jeweiligen Hof kontaktiert. Wer mehrere Monate in einem Land verbringen möchte, kann also auf einer Farm anfangen und dann relativ kurzfristig entscheiden, wohin ihn der Wind weiter weht. Und noch etwas: WWOOF ist international. Reist man ins Ausland, erhält man dort einen tollen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt des jeweiligen Landes. Und selbst wenn man in Deutschland bleibt, hat man die Möglichkeit, andere Wwoofer aus den verschiedensten Ländern kennenzulernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Fotorechte: Thinkstock, 165174232, iStock, rachel dewis