Home / Ratgeber  / Weihnachten in Dänemark

Weihnachten in Dänemark

Viele Dänen legen bis heute sehr viel Wert auf Traditionen. Insbesondere zur Weihnachtszeit gibt es Sitten und Bräuche, die die Dänen gern umsetzen. Die Vorweihnachtszeit erleuchtet in den dänischen Straßen mit Girlanden und Lichtern. Auf öffentlichen Plätzen stehen schon seit 1914 geschmückte feierliche Weihnachtsbäume. Auch privat folgen die Dänen ihren althergebrachten Traditionen.

Beginn der Weihnachtszeit ist meist der 1. Dezember. Von nun an wird an jedem Abend die Kalenderkerze, eine dänische Tradition, angezündet und um einen Tag heruntergebrannt. Für Kinder gibt es außerdem einen mit Süßigkeiten gefüllten Weihnachstkalender.

Vor dem eigentlichen Weihnachtsfest am 24. Dezember werden noch einige weitere Traditionen in Dänemark begangen.

Der Luciedag, eigentlich eine ursprünglich schwedische Tradition, ist der 13. Dezember. An diesem Tag ziehen Gruppen junger Mädchen singend durch Straßen, Schulen oder Krankenhäuser. Angeführt werden die ganz in weiß gekleideten Kinder von der Lucia-Braut, die einen Kranz brennender Kerzen auf dem Kopf trägt.

Julefrokost ist ebenfalls eine dänische Tradition der Vorweihnachtszeit. Dabei handelt es sich um ein besinnliches und geselliges Beisammensein mit Kollegen und dem Arbeitskreis. Typisch dänische Mahlzeiten und Weihnachtsbiere (julebryg) gehören dazu.

Viele dänische Familien ziehen an einem der Sonntage vor Weihnachten los, um ihren eigenen Baum zu fällen. Der Weihnachtsbaum wird traditionell am 23. Dezember geschmückt, mit Vorliebe in den dänischen Nationalfarben rot und weiß.

Die Weihnachtstage selbst werden im Familienkreis begangen. Dabei wird natürlich ein umfangreiches Mahl aufgedeckt. Eine Besonderheit der dänischen Weihnachtsküche ist das Verstecken einer Mandel in der Nachspeise, dem Milchreis. Wer diese Mandel findet, erhält ein Geschenk. Zu dem Essen wird Koboldbier, eine Malzbiersorte, gereicht. Denn in Dänemark bringt traditionell nicht der Weihnachtsmann, sondern der Kobold (Nisse) die Geschenke. Zu dessen Ehren wird vor allem auf dem Lande eine Schüssel Grießbrei vor die Tür gestellt, um den Kobold gutmütig zu stimmen.
Nach dem Essen fassen sich die Familienmitglieder an die Hände und stellen sich um den Tannenbaum auf, um Weihnachtslieder zu singen. Anschließend dürfen die Geschenke ausgepackt werden.