Home / Ratgeber  / Trekking im Colca Canyon Teil II

Trekking im Colca Canyon Teil II

Der Cañon de Colca stellt auch für eingefleischte Trekkingliebhaber eine Herausforderung dar. Doch die Mühe lohnt sich: zwischen 2000 und 4900 Höhenmetern bieten sich einmalige Anblicke. Fruchtbare Terassenfelder und karge Steinwüsten, Condore, Flamingos, Vicuñas, Lamas und Alpakas.

Nach einer Nacht im Tal des Río Colca beginnt man seinen Aufstieg am besten am frühen Morgen, wenn es noch kühl ist. Eine Stirnlampe braucht man unbedingt, denn um halb fünf morgens ist es noch stockfinster und die Schotterpfade sind uneben und rutschig. Für die Bequemen unter den Reisenden oder diejenigen, die unter der Höhe leiden, werden Mulis angeboten, die einen in kurzer Zeit nach Cabanaconde am oberen Rand der Schlucht bringen. Für alle anderen empfiehlt sich der Aufstieg zu Fuß, um in aller Ruhe die einzigartige Landschaft genießen zu können.
Etwa 4-5 Stunden dauert der Aufstieg bei einem Höhenunterschied von etwa 1200 Metern. Oben angekommen kann man sich ausruhen und beim Frühstück mit Brötchen und Mate de Coca, dem Tee aus Kokablättern, stärken, der gegen Müdigkeit und Höhenkrankheit hilft. Da es in Cabanaconde ausgebaute Straßen gibt, geht die Reise von dort in der Regel mit dem Bus weiter zu den Thermalbädern und dem Höchsten Aussichtspunkt des Canyons.

Los Baños Termales „La Calera“

Auf dem Rückweg Richtung Chivay bietet sich ein Abstecher zum Thermalbad La Calera an, das von den heißen Quellen der nahe gelegenen Vulkane gespeist wird. Das Wasser ist schwefelhaltig und soll eine heilende Wirkung haben. Entspannend ist es allemal, wenn man nach der Wanderung durch den Canyon im heißen Wasser schwimmt oder sich mit einem kalten Getränk zurücklehnt und den Ausblick auf die umliegenden Gipfel genießt.

Patapampa

Ein weiteres Highlight im Colca Canyon ist der Aussichtspunkt am Pata-Pampa-Pass. In einer Höhe von 4900 Metern wächst nichts mehr außer etwas Moos und einigen vertrockneten Grasbüscheln, an denen die Alpakas der einheimischen Hirten zupfen. Zum Schutz vor dem eisigen Wind haben diese wohl die kleinen runden Steinhütten errichtet, die den Pass säumen und auf deren Dächern wie auf den umliegenden Berggipfeln Schnee liegt. Interessant sind die kleinen Türme aus aufgeschichteten Steinen, mit denen die weiten Ebenen übersät sind und mit denen die Reisenden ihre Wünsche ausdrücken.
Während der Rückfahrt nach Arequipa kann man noch einen letzten Blick auf die atemberaubende Landschaft des Cañon de Colca werfen und hoffen, eines Tages zurückzukommen.