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Tarifa – Andalusisches Surfer-Paradies

Am südlichsten Punkt Europas, zwischen Atlantik und Mittelmeer, findet man eine der Welthauptstädte für Wind- und Kitesurf. Die Costa de la Luz bietet Traumstrände und man ist schnell über die Straße von Gibraltar im afrikanischen Marokko.

Tarifa, in der andalusischen Provinz Cádiz, bietet einiges für den Aktivurlauber. Natur pur, egal ob einsame Strände oder atemberaubende Berglandschaft im Hinterland. Aber auch kulturelle Ausflüge in nahe gelegene Städte wie Córdoba, Sevilla und Granada machen Tarifa zu einem allseits beliebten Reiseziel.

Windige Oase für Wassersportler

In Tarifa wehen das ganze Jahr über starke Winde. Nur im August legt sich der Wind etwas. Tarifa hat nicht nur den Vorteil, zwei Meere zur Verfügung zu haben, sondern auch zwei Winde. Der Ostwind Levante kommt mit einer Windgeschwindigkeit von rund 7 bis 9 von der Sahara. Er bringt Wärme und auch oft Sand aus der Wüste mit.

Der vom Atlantik kommende Poniente dagegen ist etwas schwächer und oft auch sehr erfrischend. Dank dieser Winde ist Tarifa neben Hawaii und Fuerteventura zu einem der wichtigsten Reiseziele für Surfer geworden.

Strandurlaub in Tarifa

Der fast 20 km lange Sandstrand, der sich von Tarifa aus erstreckt, bietet viel Platz für seine Besucher und so findet jeder ein ruhiges Fleckchen. Besonders reizvoll ist es, wenn man bei guter Sicht direkt auf Afrika und den Berg Dschebel Musa blicken kann. Die Wasserqualität der Provinz Cádiz ist sehr gut und die naturbelassenen Strände sehr sauber.

Die idyllischen Buchten am Strand von Bolonia sind größtenteils für FKK freigegeben. Aber auch der Stadtstrand Playa Chica kann sich sehen lassen und bietet etwas Schutz vor dem starken Wind der Küste.

Tourismus in Tarifa

Seit den 1970er Jahren ist die Fischerei in Tarifa vom Tourismus als Haupteinnahmequelle abgelöst worden. Die Region ist auf seine Besucher eingestellt und zeigt sich rundum sehr gastfreundlich.

In Tarifa selbst gibt es viele gute Tapas-Bars und Restaurants, aber auch das Nachtleben kann sich sehen lassen. Unzählige Hostals, Hotels, Pensionen und Gästezimmer in und um Tarifa bieten Unterkünfte für jeden Geschmack. Aber auch die Campingplätze in Strandnähe freuen sich größter Beliebtheit.

An den Touristenpunkten finden Reisende alle nötigen Informationen und die meisten Einheimischen sprechen mindestens auch Englisch. Selbst ohne Auto können sich Urlauber gut mit den öffentlichen Bussen fortbewegen und auch preiswert andere Städte besuchen.

Spuren Andalusischer Geschichte

In und um Tarifa gibt es eine Menge zu entdecken. Überall kann man die Spuren der langen Geschichte der südlichsten Region Spaniens ablesen. Ganz Andalusien ist beeinflusst von Römern und Mauren, so finden sich alte Amphitheater und römische Tempel genauso wie arabische Paläste, Gärten und Moscheen in den umliegenden Städten. Natürlich fehlen auch riesige Kathedralen nicht in den heute überwiegend katholischen Gemeinden.

Ausflugsmöglichkeiten ab Tarifa

Von Tarifa aus bieten sich viele Ausflugsmöglichkeiten an, wenn man mal genug vom Strand hat oder die Priese zu frisch wird. Mit dem Auto ist man sehr schnell in den Bergen zum Wandern oder Klettern oder man macht eine Tour durch die Pueblos Blancos, die weißen Dörfer Andalusiens.

Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, und ihre Sehenswürdigkeiten sollte man nicht verpassen. In der romantischen Stadt kann man sich die größte gotische Kathedrale Santa María de la Sede mit ihrem maurischen Turm Giralda ansehen, die zum Weltkulturerbe gehört. Ein anderes Weltkulturerbe ist der maurische Palast Alcázar und seine beeindruckenden Gärten. Der Plaza de España, Parque María Luisa, die Tauben auf dem Plaza de América und viele andere historische wie moderne Bauwerke geben Sevilla einen besonderen Reiz.

Aber auch die Mezquita in Córdoba oder die Alhambra in Granada sind perfekte Ausflugsziele. Da Marokko nur 14 km von Tarifa entfernt liegt, kann man sogar einen Tagesausflug auf den afrikanischen Kontinent machen.