» Venezuela
Die mexikanische Halbinsel Yucatán ist eine Mischung aus den Stränden der Karibik, den Regenwäldern Südamerikas und den Steppen Mittelamerikas. Diese natürliche Vielfalt lockt jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Menschen nach Yucatán, die sich auf die Spuren der Mayas begeben, durch den Regenwald wandern und sich am Strand Sonnen möchten.Cancún ist die Strandmetropole Yucatáns. In den siebziger Jahren war der Ort noch ein kleines Dorf, wo die Fischer sich jeden Tag aufs Meer hinaus begaben und kaum mehr als 500 Menschen hier gezählt wurden. Inzwischen leben eine halbe Million Menschen in Cancún, die fast alle in der Tourismusbranche angestellt sind. Große und kleine Hotels reihen sich vom dem feinen Sandstrandstrand aneinander, Menschen baden im glasklar-blauen Karibik-Wasser oder erfrischen sich in einer der unzähligen Bars. Ein Casino, zwei Golfplätze, Diskotheken, Cafés und Bars gehören nun zum Stadtbild Cancúns, dass dank seines Klimas ganzjährig besucht werden kann.
Neben den typischen Tourismus-Hochburgen hat Yucatán aber noch mehr zu bieten. An vielen einsamen Buchten und Stränden sieht man Surfer oder Kite-Boarder über die Wellen reiten oder Taucher die Unterwasserwelt erkunden. Beliebt sind aber auch geführte Wanderungen durch den tropischen Regenwald. Die noch unberührte Natur mit meist
unzugänglichen Pfaden ist ein wunderbares Erlebnis, mit wilden Tieren und beeindruckender Pflanzenwelt. Die ausgebildeten Führer garantieren Sicherheit und eine baldige Rückkehr. Besonders mutige können aber auch Mehr-Tagestouren unternehmen und im Regenwald nächtigen.
Einzigartig und unvergleichlich sind die historischen Stätten der Maya-Kultur. In ihrer Blütezeit zwischen 600 und 900 nach Christus besaßen die Maya eine eigene Sprache, die seit 2003 auch in Mexico offiziell anerkannt ist, eine eigenständige Schrift und ein Zahlensystem sowie einen Kalender über das Sonnenjahr und den Mondverlauf. Die bekannteste von ihnen, Chichén Itzá, wird jedes Jahr von Tausenden besucht. Die Ruinenstadt mit einem Kilometer Durchmesser ist ein wunderbares Zeugnis für die Hochkultur der Maya. [...mehr]
Eine der schönsten Städte im südamerikanischen Raum ist die peruanische Hauptstadt Lima. Die „Stadt der Könige“ war schon vor der spanischen Kolonisation ein dichtes Siedlungsgebiet mit Kulturgütern von unschätzbarem Wert. Als eigentliche Stadt wurde Lima aber erst vom Eroberer Francisco Pizarro im Jahr 1535 gegründet. Pizarro sah Lima als einen strategisch wichtigen Punkt, nah an der pazifischen Küste und ideal für Eroberungszüge ins Landesinnere. Ab 1542 fungierte Lima als Hauptstadt von Neu-Granada, das die Länder Bolivien, Peru, Venezuela, Kolumbien, Chile, Paraguay und Teile Argentiniens umfasste.
Heute gehört Lima zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die zahlreichen Kirchen der frühen Kolonialzeit und die Überreste der vorkolonialen Epoche machen Peru zu einem unvergleichbaren Stück erlebbarer Geschichte. Eine der bedeutendsten Kulturen Perus entwickelte sich im 1. Jahrhundert vor Christus rund um den Titicacasee, die Tiahuanaco-Kultur. Sie existierte bis in 10. Jahrhundert hinein. Wesentlich bekannter und vielen Menschen vertrauter ist das Reich der Inka. Ihre Anfänge finden sich im 12. Jahrhundert und sie war bis zur spanischen Eroberung die bestimmende Hochkultur. Eines ihrer wichtigsten Zeugnisse ist die in den Hochebenen gelegene Stadt Machu Picchu. [...mehr]
Ein wunderschönes Fleckchen dieser Erde ist das im Norden von Südamerika gelegene Venezuela. Die Mischung aus karibischem Flair an den Küsten und der wilden Bergwelt der Anden macht das Land zu einer touristischen Attraktion.
Weiße Strände und kristallblaues Wasser sind die typischen Attribute eines Karibikurlaubes. Kleine Archipel – der venezolanischen Küste vorgelagert – vereinen diese Eigenschaften besonders auf sich. Die Sonne brennt, Palmen rauschen in einer frische Brise der Meeresluft und dabei einen Cocktail schlürfen – hier kann man gerne alt werden. Schönstes Beispiel hierfür ist die Inselgruppe Los Roques, die sich aus ungefähr 50 Inseln zusammensetzt. Sie befinden sich rund 170 Kilometer von der Hafenstadt La Guiara und können bequem mit dem Flugzeug erreicht werden. Ausschließlich der größten Insel, Gran Roque, sind alle Inseln unbewohnt und wurden zum Nationalpark erklärt, um die faszinierende Naturlandschaft zu erhalten.
Genau das Gegenteil dieser idyllischen Strände ist die Bergwelt der Anden, die auf venezolanischen Boden eine Höhe von 5.000 Metern erreichen. Um diese beeindruckende Landschaft zu erobern, machen sich jedes Jahr immer mehr Trekking-Touristen auf den Weg in die Anden. In den fruchtbaren Tälern lebt ein Großteil der Bevölkerung Venezuelas von der Landwirtschaft, in den Städten hat sich auch Industrie angesiedelt. Hat man die Täler aber erst einmal passiert, erwartet den Besucher unberührte Natur mit Lagunen, die aus Schmelzwasser entstanden sind, zerklüftete Berggipfel, grüne Berghänge und eine faszinierende Pflanzen- und Tierwelt.
Über die Wege und Routen sollte man sich in Venezuela genauestens informieren. Wenn man in Gruppen wandert, empfiehlt sich die Mitnahme eines einheimischen Führers. Leider ist die Kriminalitätsrate in Venezuela noch sehr hoch, deshalb ist in vielen Orten Vorsicht geboten.
Das Reisen kann selbst in der Zeit der Billigflieger noch eine teure Angelegenheit sein. Meisten werden nur große und mittlere Metropolen angeflogen und so bleibt mancher schöner Ort auf der Strecke, weil man ihn schlecht erreichen kann.
Eine recht kostengünstige Variante des Reisens ist das Trampen. Der Kult der 60er und 70er Jahre ist durch die steigende Anzahl von Autos und dem Ausbau des Verkehrsnetzes fast in Vergessenheit geraten. Dabei kann man mit Hilfe des Trampens große und weitläufige Länder wie Kanada, Schweden, Finnland, USA, Spanien oder ganze Erdteile wie Australien und Südamerika auf diese Art für sich entdecken. In den südamerikanischen Ländern, Südeuropa oder Kanada ist für die Reisenden durchaus üblich, Tramper mitzunehmen. Empfehlenswert ist es aber, die Landessprache zu beherrschen und dem Fahrer ein kleines Entgelt zu geben. Um sich ein ideales Fortkommen zu sichern, sollte man genaue Orte vereinbaren, zu denen man mitgenommen werden möchte.
Zur Ausrüstung eines Trampers sollte unbedingt ein Straßenatlas gehören, in welchem die Raststätten eingetragen sind. Sie sind der ideale Ort, um eine weitere Reisemöglichkeit zu finden. Andere interessante Orte wo es sich zu Trampen lohnt, werden mit Erfahrungsberichten im Netz gesammelt. Weitere wichtige Attribute beim Trampen sind Freundlichkeit, Offenheit, gepflegtes Aussehen und das Überwinden von Hemmungen. Wichtig ist es aber auch, “Nein” sagen zu können. Wenn eine Person suspekt und unsympathisch aussieht – lieber auf die Fahrt verzichten.
Tipps zum Trampen:
• Höchstens mit zwei Personen versuchen eine Fahrgelegenheit zu finden, größere Gruppen schrecken Autofahrer ab
• Immer auf die Sicherheit achten (siehe Text)
• Geduld beweisen und trotzdem freundlich bleiben
• Flexibel sein – auch so kommt man voran
• Ausstiegsort kennen, um Missverständnisse zu vermeiden
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