» Schweden


Autor: Riko

Göteborg©wikipedia

Mit knapp 500.000 Einwohnern zählt die Universitätsstadt Göteborg zu den größten Städten des Landes. Die klimatischen Bedingungen, die etwas milder sind als zum nördlichen Teil Schwedens, waren die idealen Voraussetzungen zur Etablierung Göteborg. Der gut ausgebaute Fährhafen, der das gesamte Jahr über eisfrei ist, ermöglicht einen ganzjährlich Warenaustausch, weshalb der Hafen Anlaufpunkt für viele Schiffe aus dem gesamten Europa ist.Aufgrund der mittelalterlichen Geschichte und der großen Bedeutung als Handelsmetropole gibt es in der Stadt jede Menge Sehenswürdigkeiten zu entdecken. In Göteborg erwartet den Besucher eine weltoffene Stadt und jede Menge kulturelle Höhepunkte.

Die Oper von Göteborg wurde 1994 fertig gestellt. Sie gehört mit ihren kubischen Formen, die einem Schiff nachempfunden sind, zu den architektonischen Highlights der Stadt. In der Nacht lassen zahlreiche Scheinwerfer das Bauwerk in einem wunderschönen Licht erstrahlen. Natürlich werden hier auch klassische Stücke gespielt, aber angesichts der spektakulären Architektur ist sie vor allem ein Hingucker.

Das Göteborg Maritima Center entführt seine Besucher in Vergangenheit der Stadt. Zahlreiche Schiffe aus unterschiedlichen Epochen liegen hier Hafen so nah beieinander, dass sie über die Gangways, welche sie verbinden, ganz aus der Nähe betrachtet werden können. Von alten Segelschiffen bis hin zur Kriegsmarine finden sich hier Schiffe und lassen so manchen Leibhaberherz höher schlagen. Informationstafeln informieren die Besucher über die Funktionalitäten und Einsatzorte der Schiffe.

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Autor: Riko

Halmstad ©wikipedia

Einer der bekanntesten Orte im Süden von Schweden ist Halmstad. Die Hauptstadt der schwedischen Provinz Halland hat aus historischer und kultureller Sicht jede Menge zu bieten.Die Wurzeln des Ortes führen zurück in das frühe 14. Jahrhundert, in welchem man die ersten Erwähnungen des Dorfes findet, auch wenn die Lage ursprünglich etwas nördlicher war. Halmstad kann auf eine sehr bewegte Geschichte zurückblicken. So wurden hier mehrere Reichsratsversammlungen sowie Friedensverhandlungen veranstaltet.

Zeugnisse der Geschichte findet man noch fast überall in der Stadt. Besonders bekannt ist noch das alte Stadttor (norre porten), welches am Ende der Fußgängerzone Storgatan liegt. Diese Einkaufsmeile ist ein kleines Shoppingparadies mit Halmstad wikipedia ©Jonas Ercisoneiner Vielzahl von Geschäften und kleinen Cafes. Da sich immer wieder kleine historische Holzbauten auf der Storgatan befinden, entsteht ein wunderbares Ambiente für den Einkaufsbummel. Wer etwas mehr über die Stadt erfahren möchte, sollte das Halmstadmuseum aufsuchen. Hier wird die Geschichte des Ortes dokumentiert. Ein Teil der Ausstellung ist der Seefahrt gewidmet, die immer eine große Rolle in Halmstad gespielt hat.

Das Halmstad Slott ist eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Leider lässt sich der beeindruckende Backsteinbau nicht besichtigen. Einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt das ehemalige Segelschiff Najaden, welches am Ufer des Nissan ankert. Das 1897 getaufte Schiff kann von Besuchern gerne besichtigt werden. Der lebendige Mittelpunkt in der Altstadt von Halmstad ist der Stora Torg. Er wurde nach einem verheerenden Brand im 17. Jahrhundert angelegt und war schon immer der zentrale Ort im Stadtbild. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Noch immer ist an Markttagen der komplette Platz mit Ständen gefüllt, von denen aus allerlei Waren feilgeboten werden.

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Autor: Riko

Helsingborg ©wikipedia

Das schwedische Gegenstück zum dänischen Helsingør ist Helsingborg. Die Stadt liegt an der schmalsten Stelle des Øresund und war im Mittelalter aufgrund der strategischen Lage eine der am meisten umkämpften Städte Schwedens. Bis zum Jahr 1710 wechselte die Herrschaft der Stadt immer wieder zwischen Dänemark und Schweden. Mit Hilfe der Stadt konnte man hervorragend den Øresund überwachen und somit zahlreiche Handelswege.

Helsingborg war ein wichtiger Handelspunkt der Hanse. Viele Waren Skandinaviens wurden von hier aus verschifft. Gegründet wurde Helsingborg im Jahr 1085. Durch den florierenden Handel wuchs die Stadt recht schnell. Hier fanden die Helsingborg Kaernan wikipedia ©Ikiwanerblutigsten Auseinandersetzungen zwischen Dänemark und Schweden statt, an welche noch heute erinnert wird. Bis zum Bau der Øresundbrücke verkehrten zwischen Helsingør und Helsinborg über 150 Mal pro Tag Fähren die vier Kilometer lange Wasserstraße. Nach der Fertigstellung haben sich die Überfahrten zwar reduziert, trotzdem herrscht im Hafen noch immer ein reges Treiben.

Den besten Überblick über die Stadt hat man vom Festungsturm Kärnan. Der rund 70 Meter hohe Turm überragt die Skyline von Helsingborg und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Mit etwas Glück kann man bis nach Dänemark schauen. Aber auch die Moderne hat inzwischen in Helsingborg Einzug gehalten. Neue Wohn- und Bürobauten verschönern das Stadtbild. Besonders interessant ist das Dunkers Kulturhaus. Unter einem vereint es kulturelle Stätten wie Theater und Museum mit schönen Restaurants.

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Autor: Riko

Tomte flickr ©Per Ola WibergTief im Wald, zwischen Seen, Wasserfällen und Bäumen versteckt, direkt am Fuße der Gesundaberge in Lappland liegt das Zuhause des schwedischen Weihnachtsmannes, dem Tomte. Jedes Jahr, kurz vor dem Beginn der Weihnachtszeit, erwacht das Tomteland aus seiner Sommerstarre. Die Kinder und ihre Eltern strömen in Massen ins Weihnachtsmanndorf, um dem Tomte bei seinen weihnachtlichen Vorbereitungen über die Schulter schauen zu können. Neben dem Tomte leben hier Elfen, Trolle, Hexen und Rentiere, wohlgemerkt weiße Rentiere, die der Tomte vor seinen Schlitten spannt, um die Geschenke abzuliefern.Das Tomteland ist ein Themenpark im schwedischen Lappland. Für Kinder und ihre Eltern gibt es zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein Theater, bei dessen Stücken die Kinder aktiv eingebunden werden. Es gilt gemeinsam knifflige Kriminalfälle zu lösen, bei denen meist die bösen Trolle ihre Hände im Spiel haben. In den kleinen Häusern gibt es unzählige Bastelmöglichkeiten, wo fleißige Elfen den Kindern beim Basteln von Geschenken helfen. Mit etwas Glück kann man einen Platz auf einen Schlitten ergattern, der von den Rentieren des Tomte gezogen wird. Für die meisten Kinder ist der Besuch ein unvergessliches Erlebnis und auch die Erwachsenen lassen sich gerne von der weihnachtlichen Stimmung anstecken.

Aber in Schweden gibt es noch weitere schöne Traditionen. Eine mittelalterliche Tradition ist die Wahl der „Lussibrud“, einem weißgekleideten Mädchen, das den Menschen am Morgen des 13. Dezember ein Frühstück bringt und damit die dunkle Zeit des Jahres beendet, denn von nun an werden die Nächte wieder kürzer und die Tage wieder länger. Am Heiligen Abend wird ein süßer Milchbrei vor die Türen gestellt, um den fleißigen Hausgeistern zu danken, wird dies allerdings vergessen, wird die Familie im kommenden viel Unglück erleben. Die Fenster bleiben zudem häufig geöffnet, weil Freunde und Bekannte oftmals Geschenke (Julklapp) durch das Fenster werfen. Am ersten Weihnachtsmorgen besuchen die meisten Familien die Christmette, währenddessen der „Julbock“, ein Ziegenbock aus Stroh, das Haus und den Weihnachtsbaum vor bösen Geistern bewacht.


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Autor: Riko

Malmö flickr ©Björn Söderqvist

Dank der im Jahr 2000 errichteten Öresundbrücke hat sich Malmö zum Tor des nördlichen Europas entwickelt. Die Öresundbrücke ermöglicht einen direkten Fahrweg aus dem südlich gelegenen Rest-Europa nach Skandinavien, ohne eine Fähre nutzen zu müssen oder einen Umweg über das Baltikum zu fahren. Das 7.845 Meter lange Bauwerk ist die längste Schrägseilbrücke der Welt und verbindet die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit dem schwedischen Malmö.

Gegründet wurde die schwedische Hafenstadt Malmö im 12. Jahrhundert. Im Mittelalter war Malmö ein wichtiger Wirtschaftsstandort für das Königreich Dänemark. Erst mit dem Frieden von Roskilde gehörte Malmö endgültig zu Schweden und wurde als markanter Grenzpunkt erheblich ausgebaut. Einziges Überbleibsel der damaligen Befestigungen ist das Malmöhus am Rande der Stadt. Das prächtige Rathaus der Hafenmetropole ist ein Zeugnis des 16. Jahrhunderts, dessen detailiert gestaltete Fassade im niederländischen Baustil ist besonders im Sommer beliebtes Fotomotiv. Zum Spazierengehen lädt die wunderschöne Altstadt von Malmö ein. Auf dem Lila Torg, der von farbenfrohen Fachwerkhäusern umrandet ist, lässt sich gemütlich ein Kaffee trinken. Als die neueste und modernste Sehenswürdigkeit gilt der im Jahr 2005 fertiggestellte Turning Torso. Der 190 Meter hohe Turm ist der höchste Turm in Skandinavien und ein Wahrzeichen für das moderne Malmö.

Schon wenige Meter außerhalb der Stadt gelangt man in die eigentliche Herrlichkeit Schwedens. Die wunderschöne Ostseeküste und die immergrün scheinende Landschaft laden zum Wandern ein. Auf gut gepflegten Pfaden lässt sich wunderbar die Umgebung Malmös erkunden. Es lohnen sich auch Ausflüge mit dem Fahrrad oder kleinere Bootstouren auf der Ostsee. Malmö – willkommen im wunderschönen Schweden.


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Autor: Riko

Subjektiv gesehen ist Schweden eines der schönsten Länder dieser Erde. Das skandinavische Land verfügt über eine einzigartige Landschaftsstruktur aus Wäldern, Seen, kleinen Gebirgen und weiten Ebenen. Die knapp neun Millionen Einwohner leben auf einer Fläche von über 450.000 Quadratkilometern. Im Vergleich dazu leben in Deutschland 82 Millionen Menschen auf 350.000 Quadratkilometern. Wahrscheinlich ist dies auch ein bestimmender Faktor für die ruhige und ausgeglichene Lebensweise der Schweden. Die Menschen hetzen nicht von Ort zu Ort – hier wird sich noch Zeit genommen. Die Offenheit, die Mentalität und Freundlichkeit ist immer wieder faszinierend.

Die Idylle und beruhigende Einsamkeit der schwedischen Natur findet man nur selten auf dieser Erde. Einfach nur durch einen Wald wandern, an einem See angeln oder über Naturpfade radeln und dabei keiner Menschenseele begegnen – das ist Erholung pur. Im Frühjahr, wenn die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht, ist es ein Erlebnis, die blühende Vielfalt zu beobachten. Im Sommer bis in die Abendstunden an einem See sitzen und das Abendrot der Sonne in allen Facetten zu genießen, im Herbst im bunten Blätterwald spazieren gehen und im Winter in der schneeweißen Landschaft frieren – all das ist Schweden.


Auf meiner Rundreise durch das Land möchte ich ein wenig über das Land, seine Natur und seine Städte berichten. Meine Tour führt mich vom südlichen Tor Schwedens – Malmö – nach Helsingborg. Es folgen Halmstad, Göteborg, Fredrikstad, Oslo, Karlstad, örebro, Uppsala, Stockholm, Norrköping, Linköping, Jönköping, Växjö, Kalmar und Kristianstad. Den Abschluss bildet dann wieder im Süden Trelleborg.


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Autor: Riko

Während einer Trekking-Tour kann auch einmal der Nahrungsvorrat zur Neige gehen. Da sich selten ein Supermarkt in der Nähe befindet, kann Angeln eine gute Möglichkeit der Nahrungsbeschaffung sein.

Dabei gibt es aber verschiedene Angelmethoden, die je nach Zielfisch variieren. Befindet man sich an der Meeresküste, eignen sich das Meeresangeln oder das Brandungsfischen. Beim Meeresangeln werden von einem Boot aus die Ruten ausgeworfen. Diese haben hier eine größere Reichweite, dickere Schnüre und schwerere Köder. Ähnlich verhält es sich beim Brandungsfischen – die Wurflänge kann bis zu 100 Meter betragen. Bevorzugte Fischarten sind der Dorsch, die Makrele, der Köhler, die Scholle, die Sprotte und der Aal.

An Flüssen ist das Fliegenfischen eine ideale Fangmethode. Bei dieser aktiven Art des Angelns wird mit künstlichen Ködern das Zappeln eines Insektes auf der Wasseroberfläche imitiert, das ständige Bewegen der Angel simuliert ein kurzes Krabbeln oder Eintauchen. In Kanada oder Schweden werden mit dem Fliegenfischen vor allem die Wildlachse gefangen.

Beim Angeln auf Binnengewässern sind das Posen-Angeln und das Blinkern die beliebtesten Angelmethoden. Mit dem Posen-Angel kann man vorwiegend Friedfrische fangen. Beim Absinken der Pose reißt der Angler die Rute an, damit sich der Haken im Fischmaul verankert. Der Hecht ist das Lieblingsziel der deutschen Angler. Der größte einheimische Raubfisch kann bis zu 1,50 Meter groß und 35 Kilogramm schwer werden.

Der Genuss von geräucherten oder gebratenen frisch gefangenen Fisch kann für den Wanderer nach einem langen Tag eine vorzügliche Abwechslung auf dem Speiseplan sein. Petri Heil!


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Autor: Riko

Kanufahren in Schweden flickr ©m.prinke

Als eine willkommene Abwechslung beim alljährlichen Urlaub kann ich eine Kanufahrt auf dem schwedisch-finnischen Fluß Klarälven empfehlen. Das Gewässer hat seinen Ursprung im norwegischen Femundsee und mündet schließlich nach 460 km im Värnersee, dem größten schwedischem Gewässer. Bis zum Ende des Jahres 1990 nutzte man den Fluss noch zur Holzbeförderung. Diese ursprüngliche Art des Holztransportes war lange Zeit auf den meisten Flüssen Schwedens üblich und war besonders kostengünstig. Leider kam es dadurch häufig zu einer sehr starken Verschmutzung der Wasserwelt und Zerstörung der angrenzenden Fauna. Zudem musste die Wasserhöhe mit Hilfe von Staudämmen reguliert werden. Seit der Einstellung dieser Art der Holzbeförderung stehen Wassersportler somit viele Flüsse wieder uneingeschränkt zur Verfügung.

Gerade für Einsteiger auf dem Gebiet des Kanufahrens ist die Nutzung des Klarälven ideal. Er besitzt eine eher geringe Fließgeschwindigkeit, bietet am Ufer viele Rast- und Übernachtungsmöglichkeiten und wird zudem auch von anderen Kanufahrern genutzt, die einem hilfreich zur Seite stehen können. Umgeben wird der Fluss von reizvollen Landschaft und kleinen Ortschaften, deren Besuch auf jeden Fall lohnenswert ist. Sehenswert ist das kleine Städtchen Hagfors, das jedes Jahr Bestandteil der Schwedenrallye ist. Dort gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich neu mit Proviant oder anderen lebenswichtigen Dingen zu versorgen. Der vermutlich schönste Abschnitt des Flusses ist jener, an dem man den selbstgebauten Flössen begegnet. Für diese Art der Beschiffung des Klarälven gibt eigene Ausgangspunkte (Branäsäng / Osebol), an denen man sich sein eigenes Floß bauen kann.

Die Reise auf dem Klarälven endet im Vänersee in der Nähe der Stadt Karlstad. Wer gerne möchte, kann seine Reise am Ufer des Sees entlang fortsetzen und völlig neue Regionen von Schweden kennen lernen.

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