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Betritt man den Toubkal-Nationalpark rund 60 Kilometer südlich von Marrakesch, offenbart sich dem Besucher ein völlig gegensätzliches Bild zum allseits bekannten Badetourismus an der Küste Marokkos. Das Atlasgebirge mit seiner höchsten Erhebung, dem Toubkal, stellt für Trekking-Reisende eine wirkliche Herausforderung dar, führen doch lange Bergpfade hinauf in eine Höhe von 4.165 Metern.
Die stark zerklüftete Berglandschaft des Atlasgebirges ist vermutlich nicht gerade eine Wohltat für das Auge, vielmehr ist die raue Landschaft eher abweisend und man muss sich mit harten Witterungsverhältnissen auseinander setzen. Wen dies nicht stört, wird hier mit Sicherheit ein richtiges Abenteuer vorfinden.
Empfehlenswert für den Aufstieg sind erfahrene Bergführer, da trotz der zahlreichen Pfade immer die Gefahr von bröckelnder Felslandschaft besteht. Weiterer Luxus sind die zahlreichen Esel, die einen Großteil des Gepäcks und der Ausrüstung satteln können, was den Aufstieg unheimlich erleichtert. Wer darauf verzichtet, muss den beschwerlichen Weg allein meistern.
Das wunderbare sind die abwechslungsreichen Facetten des umliegenden Nationalparks, die von einer blühenden Landschaft bis zur kargen Felslandschaft reichen. Ebenso verhält es sich mit der Tierwelt, die an manchen Tagen äußerst vielfältig zu Tage tritt, während es mancherorts fast leblos erscheint.
Die Bewohner der Region, die Berber, haben sich an den zunehmenden Tourismus gewöhnt und stehen einem hilfreich zur Seite. Der Aufstieg zum Toubkal zeigt den Reisenden aber einmal eine ganz andere Seite Marokkos, die vermutlich nicht glanzvoller, aber erheblich faszinierender erscheint. [...mehr]
Etwas ungewöhnlich und sicherlich auch etwas kostspieliger als die üblichen Katalogreisen ist eine Safari auf den Rücken der Pferde. Für Südafrika und einigen angrenzenden Ländern bieten Unternehmen an, das Land und vor allem die Landschaft vom Rücken der Pferde aus zu entdecken.
Wenn man einmal die politischen und ethnischen Probleme des afrikanischen Kontinentes beiseite lässt und sich nur mit den verschiedenen Kulturen und Landschaften beschäftigt, erhält man ein völlig neues Bild von Afrika. In mancher Einöde abseits jeder Auseinandersetzungen kann man noch das ursprüngliche Afrika erleben, das sich derart vielfältig präsentiert, dass einem der Atem wegbleiben kann. Besonders die Farben – die Farben hinterlassen einen bleibenden Eindruck bei den Besuchern. Sie wirken wesentlich intensiver, brennen sich in die Augen, insbesondere die warmen Töne – was natürlich auch unmittelbar mit dem Klima zusammenhängt, aber trotzdem erscheint ein Orange in so vielen verschiedenen Spektren! – es fehlen der deutschen Sprache einfach die treffendenden Adjektive für diese Beschreibung – denn roter oder oranger gibt es normalerweise nicht im Deutschen nicht!
Aber genau dorthin führt uns die Reise – in Gebiete wie das Wildtierreservat Pakamisa, das der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, sondern nur von ausgewählten Gästen und nur in Begleitung besucht werden darf. Es umfasst ein Gelände von knapp 2.500 Hektar mit einem leicht gebirgigen Charakter mit unzähligen Schluchten, Tälern und Berggipfeln. Das Reservat ist ein typisches Beispiel für die afrikanische Buschlandschaft mit exotischen Pflanzen, kilometerweiter Steppe und seltenen Tierarten. Zu den Tierarten, die den Besucher im Wildtierreservat Pakamisa erwarten, zählen Leoparden, Gnus, Warzenschweine, Giraffen, Zebras, Graue und Rote Duiker, Steinböckchen, Klipspringer, Paviane und andere Raubtiere wie Reptilien. Hinzu kommen noch über 100 bekannte Vogelarten, für die sich besonders Ornithologen begeistern können. [...mehr]
Der südliche Teil Marokkos mit seinen Wüsten und dem Atlas-Gebirge ist eine Abenteuerreise auf den Spuren der Karawanen. Die goldgelbe Dünenlandschaft, die Hitze und die steinenden Monumente aus vergangenen Zeiten sind natürlich konträr zu den grünen Trekking-Touren im Regenwald Südamerikas, den Seen in Schweden oder den Wanderungen in Asien, aber genauso faszinierend.Ausgangspunkt vieler Touren im Süden von Marokko ist die berühmte Stadt Marrakesch. Das bunte Treiben auf den Märkten der Stadt, die Moscheen und Gärten machen sie zu einer lebendigen Metropole mit einem Hauch geschichtlichem Orient. Neben Meknes, Fes und Rabat zählt Marrakesch zu den Königstädten, deren zentraler Ort der Djemaa El Fna (Platz der Geköpften) ist. Hier spielt sich das gesellschaftliche Leben der Stadt und Fremde tauchen ein in die Welt des Orients. Von hier aus kann man eine der unzähligen Karawanen begleiten, die gemächlichen Schrittes Richtung Süden wandern.
Durch eng geschlungene Pässe, vorbei an tiefen Schluchten schlängelt sich die Karawane durch den Hohen Atlas, dem höchsten Teil des Atlas-Gebirges. Da hier die Hänge nicht so steil abfallen, lohnt es sich, die Karawane zu verlassen und einen der Gipfel, deren Höhe etwas mehr als 2.000 Meter betragen, zu erklimmen. Die Aussicht ist einfach atemberaubend!
Zentrale Station im Atlas-Gebirge sind die Kasbahs – Festungs- und Burganlagen, die zur Sicherung von kleinen Städten dienten oder im Gebirge verteilt liegen. Hier leben vor allem Berberstämme, die sie als Residenz nutzen und hier ihre Vorräte lagern. Sie werden meisten aus Lehm gebaut und werden von einem Zentralbau bestimmt. [...mehr]




