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Lund

Die malerische Universitätsstadt Lund ist eine der ältesten Städte Schwedens. Die Gründung der Stadt ist datiert am Anfang des 11. Jahrhunderts. Um sich von Dänemark auch geistlich lösen zu können errichtete man eines der imposantesten Gebäude der damaligen Zeit, den Dom von Lund. Somit wurde die Stadt zum geistlichen Zentrum des Nordens, dem sogar einige Jahre Grönland und Island unterstanden.Im Zeitraum zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert, als der Ort als Erzbischofssitz fungierte, besaß Lund über 25 Kirchen und sieben Klöster. Mit der Reformation sollte die Epoche der Stadt aber ein jähes Ende finden. Um den schleichenden Niedergang aufzuhalten, entschloss man sich, Lund zu einer Universitätsstadt zu machen.

Diese hat bis heute Bestand und so verwundert es nicht, dass von den 90.000 bis 100.000 Einwohner ein sehr großer Teil Studenten sind. Die Zahl der Studenten liegt bei rund 30.000. Noch heute ist der Dom die größte Sehenswürdigkeit von Lund. Rund 65 Jahre sollte die Erbauung des Gotteshauses dauern. Begonnen wurde mit Bau im Jahr 1080. Die aus Sandstein erbaute Kirche gilt als eine der schönsten Bauten der romanischen Architektur. Die ältesten Elemente sind die Apsis und die Krypta aus dem 12. Jahrhundert. Eingeweiht wurde sie 1145. Im Innenraum finden sich Einrichtungstücke aus den verschiedensten Stilepochen, so gibt es einen Chorsessel im gotischen Stil oder die Kanzel im Renaissancestil. Die beeindruckende Krypta von skulptierenden Säulen getragen. Eine von ihnen soll den Riesen Finn darstellen, welcher einer Legende nach, die Kirche für den heiligen Laurentius errichtet haben soll. In den Nachmittagsstunden setzt sich zwei Mal am Tag die imposante astronomische Uhr in Bewegung.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom liegt der wunderschöne Stadtpark Lundagård, der in der Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt wurde und in dem noch heute ein Teil des ursprünglichen Baumbestandes existiert.
Das zweite wichtige Gebäude von Lund ist das Hauptgebäude der Universität. Es wurde 1880 erbaut und bildet das Zentrum der Universität, deren Gebäude ansonsten über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. So existiert in Lund während der Semester immer ein geschäftiges Treiben, weil die Studenten zu den jeweiligen Gebäuden hasten. Denn trotz manch imposanter Bauten besitz Lund eher den Charme einer Kleinstadt. Häufig ist es auch so, dass ein großer Teil der Studenten im 20 Kilometer nahen Malmö lebt.

Ein besonderes Erlebnis für die Besucher ist das Freilichtmuseum „Kulturen“ (Ort: Tegnerplatsen). Die Kulturhistorische Sammlung wurde schon 1892 eröffnet und ist seitdem das kulturelle Zentrum von Lund. Zum dauerhaften Bestand des Museum zählen Gebäude aus den vergangenen Jahrhunderten, in denen man Kunsthandwerk, Möbel, Ausgrabungsfunde und zahlreiche andere Exponate bewundern kann. Hinzu kommen immer wieder wechselnde Ausstellungen, die das kulturelle Leben von Lund bereichern.

Ebenfalls sehenswert ist das Skissernas museum (arkiv för dekorativ konst, Finngatan 2). Über 20.000 Skizzen, Zeichnungen und Modelle sind im Museum zu sehen. Auffallend ist die optimale Raumnutzung des Gebäudes. So wurden auch Teile der Sammlung an der Decke platziert und bewirken, dass mancher Besucher mit Nackenschmerzen nach Hause geht, weil er kein Werk verpassen wollte.

Naturliebhaber sollte den Botan auf gar keinen Fall verpassen. Auf über acht Hektar finden sich im Botanischen Garten mehr als 7.000 Pflanzenarten. Im riesigen Treibhaus kann man durch zahlreiche Vegetationszonen der Welt schlendern. So werden die trockene Steppe, mitteleuropäisches Klima und die feuchte Hitze des Dschungels simuliert.

Somit wird ein Besuch von Lund zu einer abwechslungsreichen Mischung aus Geschichte, Kultur und Natur.

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