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Étretat – Felsen in der Brandung

Kreidefelsen? Gibt es auf Rügen! Schöne Rad- und Wanderwege sind dort vorzufinden und der Kiesstrand lädt zum Sammeln merkwürdig geformter Steine ein. Doch die Spitzenklasse der Felsformationen findet ihr in der französischen Haute-Normandie – Étretat heißt der malerische Ort, der an der rauen Atlantikküste spektakuläre Klippen, gemütliche Cafés und geheimnisvolle Höhlen zu bieten hat.
Étretat – Felsen in der Brandung

Traumhafte Aussichten und Wanderwege

Das kleine Seebad hat nur knapp 1.500 Einwohner, ist jedoch vor allem bei Rundreisenden wie mir neben Paris, Le Havre und den Cidre-Brauereien der Normandie ein beliebtes Ausflugsziel. So zeigt sich die berühmte „Alabasterküste“ am Atlantik vor allem in Étretat von ihrer schönsten Seite, denn hier formen Felsen aus Kreide und Feuerstein Brückenbögen und große, nadelförmige Gesteinsbrocken, die aus dem Meer ragen. Der größte Bogen ist der „Port d’Aval“, den ihr bei einem Besuch des ehemaligen Fischerdorfes unbedingt erklimmen solltet. Hier gelangt ihr unmittelbar vom Strand aus über einen Treppensteig bis auf den Gipfel, von dem aus man einen fantastischen Blick auf den Küstenabschnitt hat. Am Fuße des Felsens findet ihr alte Wehrmachtsbunker sowie Fischerboote, die in der Vergangenheit als Lagerschutz für Werkzeuge dienten. Alles umgeben von schönen Wanderwegen, für deren Beschreitung gern auch ein ganzer Tag eingeplant werden darf.

Sagenumwobene Klippen

Auf dem Gipfel des kleineren Felsenbogens „Porte d’Amont“ befindet sich eine alte Kapelle, die als Schutzpatronin der Seeleute gilt – denn Étretat war bis zum 19. Jahrhundert noch ein kleines Fischerdörfchen, das sich erst um 1843 zu einem touristischen Seebad entwickelte. Die geheimnisvollen Felsen sind noch heute von Sagen umgeben und mit Denkmälern gesäumt – so kann im Museum auf dem „Porte d’Amant“ in die abenteuerliche Geschichte zweier französischer Piloten eingetaucht werden, die 1927 beim Versuch, den Atlantik zu überqueren, verschollen gingen. Oder aber ihr werft einen Blick in die „Chambre des demoiselles“, eine Höhle am Fuße des „Porte d’Aval“, in der die Geister dreier Frauen spucken sollen.

Kulinarische Ausflüge

Abseits der Klippen findet ihr auch im Ort selbst interessante Ausflugsziele. So lege ich euch ans Herz, den Besitzern der Ziegenfarm „Ferme le Valaine“ einen Besuch abzustatten und die grandiosen Ziegenmilchprodukte zu probieren – hier sind vor allem die Pralinen ein wahrer Gaumenschmaus! Darüber hinaus sollte ein Besuch der Markthalle in euer Tagesprogramm aufgenommen werden, denn hier findet ihr über Cidre, Calvados und Camembert alles, was das Herz französischer Spezialitäten begehrt. Schnallt die Rucksäcke um, Étretat will besichtig werden!

Fotografie von: Fotolia, 680127, Claude Coquilleau

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