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Elbquelle im Riesengebirge: Wanderung zur polnisch-tschechischen Grenze

Die Elbquelle im Riesengebirge zählt zu einem der populärsten Wanderziele in Europa. Das beliebte Skigebiet Spindlermühle nahe der polnisch-tschechischen Grenze markiert den Beginn eines Wanderweges hinauf zur Quelle und macht sie damit auch nicht-Trekking-Fans bekannt.

Die Elbquelle ist im tschechischen Teil des Riesengebirges nahe der Grenze zu Polen gelegen. Auf einer Höhe von fast 1400 Metern über dem Meeresspiegel sammelt ein von einer kleinen Mauer eingefasster Brunnen eine Vielzahl kleiner Hochgebirgsbäche und markiert damit symbolisch die Elbquelle. An einer Natursteinmauer sind die Wappen der wichtigsten entlang des Flusslaufs gelegenen Städte und Gemeinden angebracht. Am unweit gelegenen Elbfall stürzt der hier noch junge Fluss 40-50 Meter in die Tiefe und beginnt seine Reise durch das Gebirge.

Wandern zur Elbquelle im Riesengebirge an der polnisch-tschechischen Grenze

Die Elbquelle ist auf Wanderwegen unterschiedlicher Länge und verschiedener Schwierigkeitsgrade zu erreichen. Die Routen sind in Sommer und Winter leicht unterschiedlich, da bestimmte Streckenabschnitte in der kalten Jahreszeit nicht begehbar sind. Teile des Weges lassen sich durch eine Fahrt mit dem Bus von Horni Misecky aus oder mithilfe der Seilbahn abkürzen. Wer sich für das Trekking entschieden hat, wird auf diese Hilfsmittel allerdings verzichten und sich lieber der unverfälschten Reise durch die Natur widmen.

Der Weg zur Elbquelle, auf dem immer mal wieder zerstreut gelegene Bunker als Zeugen vergangener Zeiten zu entdecken sind, wird durch verschiedene Punkte strukturiert, die einen Moment des Verschnaufens ermöglichen und zudem als touristische Highlights der Region bekannt sind. Die Hochebene der Pantschewiese beispielsweise ist eine dieser natürlichen Sehenswürdigkeiten und bietet einen unverfälschten Blick auf die in der Sonne glitzernden Torfseen, ebenso jedoch auf die neue aus Beton errichtete Elbbaude, die an Stelle der niedergebrannten Baude, einer früheren Schutzhütte der in den Bergen beheimateten Viehhirten, errichtet wurde und deren wenig in die Umgebung passende Optik oft kritisiert wird.

Unterwegs zur Elbquelle im Riesengebirge: Pantschefall und Elbgruben

Eine knappe halbe Stunde Wanderweg von der Elbquelle entfernt liegt der Pantschefall. Zwar stürzt hier eine vergleichsweise recht kleine Menge Wasser die ca. 250 Meter hinab in die Tiefe, jedoch wirkt das Bild des herabfallenden Wassers auf seinem Weg über die zahlreichen Felsvorsprünge äußerst malerisch. Außerdem bietet sich vom schroffen Felsrand aus ein atemberaubender Blick auf das Riesengebirge.

Der Elbgrund, jenes Tal, dessen Beginn durch den Elbfall markiert ist, wird im Süden von den drei sogenannten Elbgruben fortgesetzt. An ihren steilen Felshängen lässt sich die Struktur des Granits, aus dem das Riesengebirge in dieser Gegend überwiegend besteht, besonders schön studieren. Auch die fast 300 m tiefen Schneegruben, zwei nach der Eiszeit entstandene Gletscherkessel, die heute unter Naturschutz stehen, bieten von den Aussichtspunkten auf den umliegenden Gipfeln einen fesselnden Anblick. Allerspätestens hier wird sich das Wandern zur Elbquelle als lohnend erwiesen haben.