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Die Top 5 der französischen Küche

Unglaublich aber wahr, die Franzosen durften sich im Jahr 2010 nochmal so richtig selbstbeweihräuchern. Denn die französische Küche wurde zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Nicht schlecht! Deshalb hier mal fünf Spezialitäten der Franzosen, Fortsetzung nicht ausgeschlossen.
Macarons
Erst seit 2006 gibt es die Konvention, auch immaterielles Erbe in die Liste aufzunehmen. Natürlich hagelte es auch Kritik, aber so ist das Leben. Ebenso beworben haben sich die Peking-Oper, die Springprozession in Echternach (Luxemburg), der spanische Flamenco, das kroatische Gewürzbrot und die tschechischen Faschingsmasken. Viel eher kritisieren könnte man hier mal wieder die Fokussierung auf Europa. Was unsere Liebe zum französischen Essen natürlich nicht schmälert.

1. Macarons

Macarons heißen in der Schweiz übrigens Luxemburgerli und bestehen vor allem aus Mandelmehl. Es ist ein Baisergebäck und entstand während des Mittelalters. Zwei Hüllen und in der Mitte eine Cremeschischt ist das klassische Äußere, Form und Geschmack sind von Jahr zu Jahr verrückter geworden. Die echten Macarons sind eine kulinarische Explosion, kosten dementsprechend auch viel Geld. Leider gelingt das Selbermachen nur bedingt, irgendwie macht die Creme die beiden äußeren Scheiben immer matschig, das Geheimnis muss irgendwo bei der Großmutter sein oder in einer Chemiefabrik. Einfach gleich in großen Mengen kaufen, dann wird es billiger, alle wird die Schachtel immer, denn Macarons machen süchtig. Dass Macarons ebenso zum Weltkulturerbe gehören wie der schiefe Turm von Pisa ist also verständlich.

 2. Foie gras

Tierschützer sind Tierschützer, falls diese aber nicht schon von tierschützenden Müttern aufgezogen wurden und eine Zeit ihres Lebens nach Geschmack und nicht nach Spiritualität gingen, dann ist diese Spezialität eine Glaubensprobe. Foie gras gibt es in allen Preisklassen und es wird dringend empfohlen, so viel Geld wie möglich für so wenig wie möglich Foie gras hinzulegen, am besten in dem Laden in Straßbourg, den Cevennen, Bordeaux und Co. kaufen, vor dem die längste Schlange steht. Foie gras heißt fette Leber und wird aus der Leber von Gänsen oder Enten gewonnen, die kaum ein halbes Jahr alt sind. Das gemeine an der Sache ist, dass die Tiere gestopft werden, im letzten Monat kriegen sie drei bis vier Mal pro Tag essen, ob sie wollen oder nicht und natürlich wollen sie nicht. Also wird gestopft, gerne mit einem Rohr oder einem Stab. Eine normale Leber wiegt 300, eine Foie gras 1000 Gramm. Foie gras schmeckt großartig, ist für das Tier nicht so schön und regt hitzige Diskussionen an. Während diesen Baguette mit Foie gras anzubieten könnte schwierig werden.

3. Crêpes

Crêpes sind bretonische Eierkuchen, weil sie aber so unglaublich dünn sind, schmecken sie einfach viel besser als das kräftige deutsche Pendant. Zu finden ist der Crêpe eigentlich überall in Frankreich und auch in vielen anderen Ländern. Am besten mit Nutella und Banane, oder mit Schinken und Käse. Es gibt spezielle Platten für die Crêpes, der flüssige Teig wird auf die heiße fettige Platte aufgetragen und mit einem Holzetwas in Kreisbewegungen glatt gestrichen, bei Bedarf belegt und dann zusammengelegt. Ob Ei oder Artischocken, Salz, Marmelade, Schinken, Gemüse, nichts ist verboten.

4. Weinbergschnecken

Schnecken sind ein Kinderschreck, vor allem wenn man sie essen soll. Eine ausgewachsene Weinbergschnecke bringt schon mal so 30 Gramm auf die Waage, trotzdem muss der Mensch natürlich mehrere essen, um satt zu werden. Sie mögen feuchte Böden und sind vor allem in Europa von Balkanstaaten wie Bosnien und Herzegowina bis nach Mittelfrankreich verbreitet. Trotz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens isst man sie sehr gerne, deshalb gibt es richtige Schneckenzucht für die Schnecken, die verzehrt werden. Am liebsten mit Kräuterbutter im Backofen gegart sind sie eine Köstlichkeit. In der Schweiz gibt es sogar eine Gemeinde, die die Weinbergschnecke als Wappentier hat.

5. Crème brûlée

Crème brûlée heißt gebrannte Creme und ist auch in Portugal und Spanien verbreitet. Eigelb, Milch. Zucker und Vanillemark bilden die Puddingartige Hauptsubstanz, über den Pudding wird Zucker gestreut und karamelisiert. Als besonderes Extra bietet sich an, den Pudding vor dem hungrigen Gast in Flammen zu setzen.

Jetzt bleibt nur noch eins zu tun: Selbst ausprobieren!

Bild: Fotolia, 37439220, jancsi hadik