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Der Bernsteinzug: Über Danzig, durchs Baltikum bis nach St. Petersburg

Die Reise im Bernsteinzug dauert ungefähr 14 Tage und führt den Reisenden an verschiedene, interessante Orte. Auf der Fahrt zwischen dem neuen und dem alten Europa gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Ein Erlebnis ist es allemal. Die ARD hat sogar schon eine Dokumentation über die Fahrt von Danzig durchs Baltikum nach St. Petersburg gedreht.

Die Fahrt mit dem Bersteinzug beginnt am Berliner Ostbahnhof und endet auch wieder hier. Der Reiseveranstalter besorgt alle notwendigen Visa- derzeit werden eines für Russland und eines für Weißrussland benötigt.

Etappen auf der Fahrt mit dem Bernsteinzug

Auch wenn die Reise am Berliner Ostbahnhof beginnt, so steigt man dort nicht in einen Zug ein. Zunächst bringt nämlich ein Reisebus die Reisenden in das polnische Rzepin. Hier beginnt und endet die eigentliche Zugfahrt. Selbstverständlich verbringt man nicht die ganze Zeit im Zug. Es sind auch Ausflüge und Zwischenstopps mit eingeplant.

Eines der ersten Highlights ist sicherlich die Perle an der Ostsee- Danzig. Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Viele Gebäude aus den Zeiten der Hanse sind noch erhalten. Hierzu gehört die Große Mühle, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde und lange als größte Mühle in Europa galt. Das Alte Rathaus darf auch so einer Besichtigungstour natürlich auch nicht fehlen. Es wurde im 16. Jahrhundert aus Backsteinen errichtet.

Auch der Ort Malbork, der uns Deutschen eher als Marienburg bekannt ist, gehört zu den frühen Höhepunkten der Reise. Die alte Ordensburg ist nicht nur der größte Backsteinbau Europas, hier hatten auch die Hochmeister des Deutschen Ordens bis 1457 ihren. In Malbork selbst können noch weitere mittelalterliche Backstein- Bauten besichtigt werden.

Die Reise im Bersteinzug durch das Baltikum

Wer Altstädte liebt, der dürfte die von Vilnius, Riga, Tartu und Tallinn lieben. Tallinn und Riga sind als ehemalige Hansestädte noch immer reich an vielen historischen, mittelalterlichen Gebäuden. Tartu ist allerdings nicht weniger reizvoll. Wer gern fotografiert, der wird in allen dreien wunderbare Motive zum mit nach Hause nehmen finden.

Die schönste Altstadt soll es in der estnischen Hauptstadt Tallinn geben. Bis ins Jahr 1918 hieß sie noch Reval und ist sicherlich den allermeisten auch noch unter diesem Namen bekannt, so zum Beispiel aus Straßennamen. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehört ohne Zweifel die Stadtmauer. Im Mittelalter war Tallinn die am besten befestigte Stadt an der Ostsee. Das kann man noch heute sehen.

Der Bernsteinzug fährt in St. Petersburg ein

Für die Besichtigung von St. Petersburg sollte man sich schon vorab, die für sich selbst interessantesten Sehenswürdigkeiten heraussuchen. Die historische Innenstadt gehört nicht umsonst zum UNESCO-Weltkulturerbe, beherbergt sie doch weit über 2.000 Schlösser und Paläste. Die meisten Besucher, werden wohl direkt die Eremitage und den 25 Kilometer von St. Petersburg entfernten, Katharinenpalast, mit dem weltberühmten Bernsteinzimmer ansteuern.

Die Eremitage beherbergt eine atemberaubend große Sammlung der Kunst bis 1917. Außerdem ist in dem Gebäude auch eine Juwelensammlung integriert. Picasso, Greco, Goya, von ihnen allen und noch viel mehr Künstlern, sind in der Eremitage Werke ausgestellt.

Im Übrigen ruft schon bei der Einfahrt in St. Petersburg das Gebäude des Witebsker Bahnhofes jede Menge erstaunen hervor. Es ist das älteste Bahnhofsgebäude Russlands. Von hier aus geht es dann auch weiter in Richtung Minsk. Denn nach St. Petersburg, als den Höhepunkt der Reise, macht sich der Bernsteinzug auf den Weg zurück nach Rzepin, von wo aus die deutschen Reisenden dann wieder mit Bussen und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck nach Berlin fahren.