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Bologna – Alma Mater Studiorum (Teil II)

Das im Herzen Italiens gelegene Bologna ist die Heimat der ältesten Universität der Welt und auch heute noch eine Stadt der Studenten, der Kultur und der Wissenschaft. Der zweite Teil unseres Stadtrundgangs führt von der Piazza Maggiore zu weiteren Sehenswürdigkeiten in der Stadt.

Zu Fuß durch die Altstadt

Von der Piazza Maggiore geht es über die Via Rizzoli in Richtung der Due Torri. Die beiden Anfang des 12. Jahrhunderts von einflussreichen Familien erbauten Türme sind das Wahrzeichen der Stadt Bologna und der Legende nach sollte der kleinere und deutlich schiefere Turm Garisenda (49m) den fast doppelt so hohen Turm Asinelli zum Einsturz bringen. Die über 97m hohe Torre Asinelli ist zu besichtigen und belohnt Besucher mit einem wunderbaren Ausblick über die Stadt.

Von hier aus geht es entweder über die Via Castiglione und die belebten kleinen Gässchen zwischen der Via Farini und der Via Rizzoli zur Piazza Galvani auf der Rückseite von San Petronio. Hier liegt das Archiginnasio, früher das Herz der Universität und heute eine Bibliothek. Bemerkenswert ist das Teatro Anatomico, ein ganz in Holz verkleideter Vorlesungssaal von 1637 mit Seziertisch in der Mitte. Oder aber es geht über die Via Santo Stefano zur gleichnamigen Piazza, auf der sich die malerische Basilica Santo Stefano befindet, ein Komplex von „Sette Chiese“ (sieben Kirchen) aus verschiedenen Epochen.
Über die Via Santo Stefano gelangt man ebenso wie über die Via Castiglione zu den Giardini Margherita, einem großen hübschen Park, in dem man sich wunderbar in die Sonne legen oder im Chalet Giardini Margherita bei einem kühlen Getränk erholen kann.

San Luca

Läuft man von den Giardini Margherita aus in Richtung Westen erreicht man die Via Saragozza und von dort aus die Via di San Luca, die den Colle della Guardia hinauf zur Wallfahrtskirche San Luca führt. Die Strecke ist weit, weshalb es sich empfiehlt, einen Bus bis nach Meloncello zu nehmen und nur den Rest des Weges zu Fuß zu laufen. Entlang der Via di San Luca führt ein charakteristischer Arkadengang den Berg hinauf und endet am roten Barockbau des Santuario della Madonna di San Luca. Nicht nur bei Touristen, auch bei Einheimischen ist die Kirche sehr beliebt und an Sonntagen kann man entlang der Via di San Luca Prozessionen von Pilgern auf dem Weg zum Heiligtum beobachten.

Bologna ist jedoch nicht nur kulturell und kulinarisch einen Besuch wert. Die Stadt eignet sich auch als Ausgangspunkt für Tagesreisen durch Nord- und Mittelitalien. Dank seiner zentralen Lage in Emilia-Romagna erreicht man mit dem Zug oder mit dem Auto in 1-2 Stunden Fahrzeit andere beliebte Reiseziele wie Rimini, Ravenna, Verona, Mailand, Florenz oder die Piratendörfchen von Cinque Terre.

Übrigens ist Bologna auch Heimat der Ducati. Auch Lamborghini und Ferrari liegen in der Nähe. Wer genug von Kunst und Kultur hat, kann sich statt dessen also auch auf die Spuren des Rennsports begeben.