Beiträge vom: November, 2007


Autor: Riko

Hadrainswall wikipedia ©Velela

Eines der ältesten Zeugnisse der römischen Grenzgeschichte findet sich auf dem Boden der Britischen Inseln, der Hadrianswall. Er wurde, wie sein Name schon verrät, zur Zeit des Kaiser Hadrians (76-138n.Chr.) errichtete und sollte das römische Gebiet vor Übergriffen der schottischen Pikten schützen.Er befindet sich in der Nähe der heutigen englisch-schottischen Grenze und erstreckt sich zwischen den Orten Maia an der Westküste und Segedunum im Osten. Der größte Teil der Strecke entlang des Walls lässt sich gut zu Fuß erkunden und eignet sich hervorragend zum Wandern.

Die rund 120 Kilometer kann man sich in mehrere Etappen aufteilen, wo man am jeweiligen Tagesende die Nacht in einer Hadrianswall flickr ©Andy Hayder unzähligen kleinen Ortschaften verbringt, die in der Nähe des Walls liegen. Da dieser zu den bekanntesten Touristenattraktionen in England gehört, ist das Finden einer Unterkunft überhaupt kein Problem und mancherorts sogar recht preiswert.

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Autor: Riko

Die passende Ausrüstung beim Angeln kann wesentlich zum Erfolg beitragen, auch wenn in manchen fischreichen Regionen ein Holzstock mit einer Sehne und einem Haken vollkommen ausreicht, aber richtige Angler möchten gerne größere Erfolge vorweisen können.Angelrute zum Schleppen

Für das Schleppen von einem Boot aus sollte die Angelrute größer als 2,50m gewählt werden. Wichtig ist beim Schleppen eine Angel zu verwenden, die im Kopfteil Stabilität garantiert, weil durch das Wurfgewicht, welches zwischen 35g und 80g liegen sollte, und dem Eigengewicht des Wobblers / Köders ein enormer Druck auf die Rute wirkt. Zudem eignet sich für das Schleppen besonders geflochtene Sehne, weil sie sich auch bei größerem Gewicht weit weniger ausdehnt als monofile Sehne. Der Einsatz eines Keschers hilft beim Einfangen des Fisches.


Angelrute zum Spinnfischen

Beim Spinnfischen, dem Angeln mit Blinkern und Spinnen, sollte die Rutenlänge zwischen 1,80m und maximal 2,50m liegen. Der Kopf der Rute sollte definitiv sensibler sein als beim Schleppfischen, um jederzeit den Blinker / Köder spüren und somit auch den Biss registrieren zu können. Zudem ist durch die bessere Flexibilität der Rute auch ein besserer Abwurf möglich. Dann ist das Anrucken besonders wichtig, um sich den Fang endgültig zu sichern. Das Gewicht des Köders sollte lediglich bis maximal 40g gewählt werden.

Beide Methoden, das Schleppen und das Spinnfisch, sind vor allem für den Fang von Raubfischen geeignet. Für Friedfische eignet sich mehr das Posenangeln.

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Autor: Riko

Bas-Saint-Laurent flickr ©suzannelong

Nach dem Erreichen von Moncton habe ich nun vier Stationen meiner Kanada-Reise hinter mir gelassen. Egal ob Halifax, die „Lighthouse-Route“, der „ Evangeline Trail“ oder die Strecke nach Moncton, überall habe ich freundliche Menschen kennengelernt und mich von der abwechslungsreichen Landschaft Kanadas verzaubern lassen. Etwas mehr Sonnenschein würde die Reise zwar etwas erleichtern, aber der permanente Regen scheint ein dauerhafter Begleiter meiner Tour zu sein.Mein nächstes Ziel lautet Bas-Saint-Laurent, einer Region an der weitläufigen Flussmündung des St.-Lorenz-Stromes. Die etwas über 500 Kilometer lange Strecke dorthin habe ich mit einem Mietwagen bewältigt, den ich zu relativ günstigen Konditionen mieten konnte. Am Ufer des Sankt-Lorenz-Stroms angekommen packt mich sofort das Wanderfieber. In der Werbung wird Bas-Saint-Laurent als Paradies für Öko-Touristen umschrieben. Nun ja, eine komische Bezeichnung für Wanderer, Radfahrer oder Kanuten, die alle ausschließlich „Nicht-Kanadier“ sind, denn Einheimische verstehen unter Urlaub etwas anderes.

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Autor: Riko

Tomte flickr ©Per Ola WibergTief im Wald, zwischen Seen, Wasserfällen und Bäumen versteckt, direkt am Fuße der Gesundaberge in Lappland liegt das Zuhause des schwedischen Weihnachtsmannes, dem Tomte. Jedes Jahr, kurz vor dem Beginn der Weihnachtszeit, erwacht das Tomteland aus seiner Sommerstarre. Die Kinder und ihre Eltern strömen in Massen ins Weihnachtsmanndorf, um dem Tomte bei seinen weihnachtlichen Vorbereitungen über die Schulter schauen zu können. Neben dem Tomte leben hier Elfen, Trolle, Hexen und Rentiere, wohlgemerkt weiße Rentiere, die der Tomte vor seinen Schlitten spannt, um die Geschenke abzuliefern.Das Tomteland ist ein Themenpark im schwedischen Lappland. Für Kinder und ihre Eltern gibt es zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein Theater, bei dessen Stücken die Kinder aktiv eingebunden werden. Es gilt gemeinsam knifflige Kriminalfälle zu lösen, bei denen meist die bösen Trolle ihre Hände im Spiel haben. In den kleinen Häusern gibt es unzählige Bastelmöglichkeiten, wo fleißige Elfen den Kindern beim Basteln von Geschenken helfen. Mit etwas Glück kann man einen Platz auf einen Schlitten ergattern, der von den Rentieren des Tomte gezogen wird. Für die meisten Kinder ist der Besuch ein unvergessliches Erlebnis und auch die Erwachsenen lassen sich gerne von der weihnachtlichen Stimmung anstecken.

Aber in Schweden gibt es noch weitere schöne Traditionen. Eine mittelalterliche Tradition ist die Wahl der „Lussibrud“, einem weißgekleideten Mädchen, das den Menschen am Morgen des 13. Dezember ein Frühstück bringt und damit die dunkle Zeit des Jahres beendet, denn von nun an werden die Nächte wieder kürzer und die Tage wieder länger. Am Heiligen Abend wird ein süßer Milchbrei vor die Türen gestellt, um den fleißigen Hausgeistern zu danken, wird dies allerdings vergessen, wird die Familie im kommenden viel Unglück erleben. Die Fenster bleiben zudem häufig geöffnet, weil Freunde und Bekannte oftmals Geschenke (Julklapp) durch das Fenster werfen. Am ersten Weihnachtsmorgen besuchen die meisten Familien die Christmette, währenddessen der „Julbock“, ein Ziegenbock aus Stroh, das Haus und den Weihnachtsbaum vor bösen Geistern bewacht.


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Autor: Riko

Die Seidenstraße in China war einer der bedeutendsten Handelswege der Vergangenheit. Bis in die Neuzeit hinein war sie ein Weg für den florierenden Handel zwischen Europa und dem Fernen Osten. Letztendlich wurde sie von der weniger gefährlichen und effektiveren Schifffahrt zur Bedeutungslosigkeit verdammt.Trotzdem begeben sich viele Reisende der Moderne auf den Weg entlang der alten Seidenstraße. Auf dem chinesischen Abschnitt der Route begegnen den Reisenden die Tempel der vergangenen Kulturen, verlorene und einsame Bergpfade, verlassene Wälder und himmelblaue Bergseen. Die faszinierende Naturlandschaft lässt die Wanderer immer wieder verharren, um die beeindruckenden Bilder auf sich wirken zu lassen. Immer wieder tauchen bunte Vögel entlang des Weges auf, die den Eindruck eines Paradieses vermitteln.

Dabei kann man sich auf unterschiedlichen Richtungen auf der Seidenstraße bewegen, denn diese ist eher ein Geflecht aus mehreren Straßen, auf denen man ganz verschiedene Regionen passieren kann. Neben der erwähnten Route durch die Bergwelt von Zentralchina führten auch einige Straßen entlang der Küste. So wurde auf dem Weg nach Europa auch noch Indien und ein Teil Persiens passiert. Im Mittelalter war diese Variante aber für Reisende zu gefährlich und es wurden von Händlern nur die zentralen Routen gewählt.

Noch immer ist eine Reise entlang der Seidenstraße nicht ungefährlich, denn man passiert oft unwegsame Strecken und einsame Wälder. Diese Reise sollte man auf jeden Fall immer mit Begleitung unternehmen, auch wenn einen die Menschen gerade in China freundlich gesonnen sind.


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Autor: Riko

Kreta flickr ©Wolfgang Staudt

Eine wunderbare Region zum Wandern ist die griechische Insel Kreta. Die griechische Mittelmeerinsel erwartet seine Besucher mit weißen Sandstränden, einer mediterranen Landschaft und zahlreichen historischen Stätten. Das Wandern kann hier zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, denn auf Kreta lassen allein 140 endemische Pflanzenarten entdecken, also Pflanzen, die es an keinem anderen Ort dieser Erde gibt. Zudem gibt fast an jedem Ort der Insel Zeugnisse vergangener Kulturen zu entdecken, wie Kultstätten der antiken Minoer, mittelalterliche Festungsanlagen und die Windmühlen mit ihren weißen Segeln aus dem vergangenen Jahrhundert.

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Autor: Riko

Malmö flickr ©Björn Söderqvist

Dank der im Jahr 2000 errichteten Öresundbrücke hat sich Malmö zum Tor des nördlichen Europas entwickelt. Die Öresundbrücke ermöglicht einen direkten Fahrweg aus dem südlich gelegenen Rest-Europa nach Skandinavien, ohne eine Fähre nutzen zu müssen oder einen Umweg über das Baltikum zu fahren. Das 7.845 Meter lange Bauwerk ist die längste Schrägseilbrücke der Welt und verbindet die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit dem schwedischen Malmö.

Gegründet wurde die schwedische Hafenstadt Malmö im 12. Jahrhundert. Im Mittelalter war Malmö ein wichtiger Wirtschaftsstandort für das Königreich Dänemark. Erst mit dem Frieden von Roskilde gehörte Malmö endgültig zu Schweden und wurde als markanter Grenzpunkt erheblich ausgebaut. Einziges Überbleibsel der damaligen Befestigungen ist das Malmöhus am Rande der Stadt. Das prächtige Rathaus der Hafenmetropole ist ein Zeugnis des 16. Jahrhunderts, dessen detailiert gestaltete Fassade im niederländischen Baustil ist besonders im Sommer beliebtes Fotomotiv. Zum Spazierengehen lädt die wunderschöne Altstadt von Malmö ein. Auf dem Lila Torg, der von farbenfrohen Fachwerkhäusern umrandet ist, lässt sich gemütlich ein Kaffee trinken. Als die neueste und modernste Sehenswürdigkeit gilt der im Jahr 2005 fertiggestellte Turning Torso. Der 190 Meter hohe Turm ist der höchste Turm in Skandinavien und ein Wahrzeichen für das moderne Malmö.

Schon wenige Meter außerhalb der Stadt gelangt man in die eigentliche Herrlichkeit Schwedens. Die wunderschöne Ostseeküste und die immergrün scheinende Landschaft laden zum Wandern ein. Auf gut gepflegten Pfaden lässt sich wunderbar die Umgebung Malmös erkunden. Es lohnen sich auch Ausflüge mit dem Fahrrad oder kleinere Bootstouren auf der Ostsee. Malmö – willkommen im wunderschönen Schweden.


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Autor: Riko

Die vierte Etappe meiner Kanada-Tour führt mich von Wolfville nach Moncton. Die Strecke beträgt etwas über 300 Kilometer, die ich zum größten Teil in einem wackligen und etwas muffigen Bus zurücklege. Da dieser wirklich jede Kleinstadt mit längeren Pausen anfährt, bleibt mir genügend Zeit, mich mit der Kleinstadtidylle in Kanada vertraut zu machen.

Die kleinen Tante-Emma-Läden, die in Deutschland kaum noch vorhanden sind, gehören hier immer zum Straßenbild. Die meisten Leute treffen dort hier zu einem Schwätzchen, tauschen Erlebnisse der vergangenen Tage aus und beäugen einen Fremden wie mich etwas argwöhnisch. Leider werde ich hier nicht mit der bisher erfahrenen Offenherzigkeit begrüßt und als ich mich in einem Coffeeshop zum Mittelpunkt des Interesses entwickele, wird mir doch etwas mulmig zumute. Die meisten Touristen nutzen die Kleinstädte lediglich zum Einkauf von Lebensmitteln oder Angelzubehör, weshalb ich wohl eine Ausnahme von der Regel bin.

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Autor: Riko

Eine der schönsten Städte im südamerikanischen Raum ist die peruanische Hauptstadt Lima. Die „Stadt der Könige“ war schon vor der spanischen Kolonisation ein dichtes Siedlungsgebiet mit Kulturgütern von unschätzbarem Wert. Als eigentliche Stadt wurde Lima aber erst vom Eroberer Francisco Pizarro im Jahr 1535 gegründet. Pizarro sah Lima als einen strategisch wichtigen Punkt, nah an der pazifischen Küste und ideal für Eroberungszüge ins Landesinnere. Ab 1542 fungierte Lima als Hauptstadt von Neu-Granada, das die Länder Bolivien, Peru, Venezuela, Kolumbien, Chile, Paraguay und Teile Argentiniens umfasste.

Heute gehört Lima zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die zahlreichen Kirchen der frühen Kolonialzeit und die Überreste der vorkolonialen Epoche machen Peru zu einem unvergleichbaren Stück erlebbarer Geschichte. Eine der bedeutendsten Kulturen Perus entwickelte sich im 1. Jahrhundert vor Christus rund um den Titicacasee, die Tiahuanaco-Kultur. Sie existierte bis in 10. Jahrhundert hinein. Wesentlich bekannter und vielen Menschen vertrauter ist das Reich der Inka. Ihre Anfänge finden sich im 12. Jahrhundert und sie war bis zur spanischen Eroberung die bestimmende Hochkultur. Eines ihrer wichtigsten Zeugnisse ist die in den Hochebenen gelegene Stadt Machu Picchu.

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Autor: Riko

Mit einem Lächeln habe ich vor kurzem die Focus-Kolumne von Frank Gebert gelesen. Er schildert hier seine Faszination vom Wandern unter verschiedenen Gesichtspunkten. Eines seiner Themen lautete „Ehepaare in den Bergen“. Auf herrliche Art und Weise schildert er seine Reisen in Begleitung seiner Frau mit all den ungeheuerlichen Geschehnissen.Wie so oft, wenn „Mann“ in Begleitung seiner Frau verreist, endet dies in einer Katastrophe. Mann kann in einem Urlaub überhaupt nichts richtig machen. Ähnlich wie Gebert es schildert, kommt es immer wieder zu Streit, weil der Mann mit riesengroßen Schritten voraneilt. Wartet er, fühlt sich die Frau gedemütigt, läuft er hinter der Frau, fühlt sie sich bedrängt.

Ähnlich verhält es sich bei der Nahrungsaufnahme. Der Mann ist gerne viel und schnell. Frauen möchten ihr Essen genießen – in 2.000 Metern Höhe? Beim Rasten ist diese Ungleichheit der Geschwindigkeit wiederum zu beobachten. Alle halbe Stunde möchte sich Frau gern einmal kurz zur Ruhe setzen – auch wenn es keine Gelegenheit dazu gibt oder die Notwendigkeit nicht gegeben ist. Im Laufe einer Wanderreise werden die Etappen logischerweise immer kürzer, weil Mann einsieht, dass sich die ehrgeizigen Ziele nicht verwirklichen lassen.

Am meisten schmunzeln musste ich an jener Stelle, an welcher er einen „riskanten“ Abstieg beschreibt. Die Frau, welche nicht schwindelfrei ist, hat das Gefühl, ihr Ehemann möchte sie umbringen. Sofort wird er mit der Unterstellung einer Affäre und angeblichen Mordplänen an seiner Angetrauten konfrontiert – allein diese Denkprozesse sind für einen Mann nur schwer nachvollziehbar.

Was soll „Mann“ nur machen? – Schmunzeln und sich für die gemeinsame Zeit bedanken!


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